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Junge Politik in Jugendrathaus

Das Jugendforum 2010 fortgesetzt / Kritik, Wünsche und Forderungen artikuliert

In Sachen Jugendbeteiligung ist man in Freudenstadt ein weiteres Stück vorangekommen. 105 Jugendliche der 8. Klasse aus verschiedenen Freudenstädter Schulen hatten am Donnerstag im Freudenstädter Rathaus das Sagen. Das „Jugendrathaus“ ist die Fortsetzung des Jugendforums 2010.

02.07.2011
  • MONIKA SCHWARZ

Freudenstadt. Gekommen waren auch einige Gemeinderäte und Vertreter der Verwaltung, so Bürgermeister Gerhard Link, um gemeinsam mit den Jugendlichen Themenkomplexe der Kommunalpolitik in Arbeitskreisen zu behandeln. Darunter Ordnung und Sicherheit, Finanzen, Planung oder auch Energie.

Bürgermeister Link informierte über die Stellung der Kommune im Verhältnis zu Bund und Land und erklärte das Zusammensiel und die Zuständigkeiten. Verschiedene Gruppen wurden gebildet, jeder der Jugendlichen hatte die Möglichkeit, an drei verschiedenen Themen mitzuarbeiten. Den Schülern wurden zudem die Ergebnisse des Jugendforums 2010 und die einer Online-Umfrage präsentiert.

„Was hat sich getan seit dem Forum 2010, was lässt nach wie vor auf sich warten?“ waren dann die Fragen kurz nach Mittag. Nicht wirklich vorangekommen ist man im Bereich DSL. Verbessert wurde aber beispielsweise der Skaterplatz.

Im Sulzhau wurde seither ein Festplatz geschaffen, auf dem im kommenden Mai eine Event-Agentur sogar ein ganzes Jugendfestival plant. Auch die Bolzplätze in der Stadt wurden teilweise wieder hergestellt.

Mit ihren eigenen Ideen und Vorstellungen, aber auch mit Kritik am Ist-Zustand meldeten sich die Jugendlichen abschließend noch einmal gruppenweise zu Wort. Auf ihrer Wunschliste steht beispielsweise ein 3D-Kino samt Popkornmaschine. Bauamtsleiter Rudolf Müller zeigte sich zuversichtlich: „Da sind wir dran“. Auch die Bücherei in Dietersweiler könnte nach Auffassung der Jugend eine Auffrischung vertragen.

Hoch im Kurs steht erwartungsgemäß auch ein Shopping-Center (H&M), darüber hinaus ein Ferienangebot, das sich auch an den Wünschen älterer Jugendlicher orientiert.

Kritik ernteten die teilweise verschmutzten öffentlichen Plätze, bisweilen unfreundliche Busfahrer und schlechte Verkehrsverbindungen am Abend. Kommunalpolitisch würden sich die Jugendlichen eine stärkere Mitsprache ab 16 wünschen, nicht erst mit Eintritt der Volljährigkeit. Als sinnvoll erachtet wird auch die Einrichtung einer Homepage, auf der sich die Jugend mit ihren Wünschen konkret zu Wort melden kann.

Das Verständnis für die Ausgaben im Tourismusbereich war mäßig – „weil uns das eigentlich wenig bringt“. Interessante Vorschläge kamen zum Thema Integration ausländischer Mitbürger. Eindeutig positionierten sich die Jugendlichen im Bereich der Umweltpolitik: Ein sofortiger Atomausstieg, mehr Ökostrom, mehr Solarmodule und die Förderung von Elektroautos, lauteten da die klar formulierten Forderungen der Umweltgruppe.

Bürgermeister Gerhard Link ging anschließend auf einige der Punkte ein. Im ÖPNV werde man die konkret geäußerten Wünsche auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüfen und in den entsprechenden Gremien besprechen. Für ein Shopping-Center könne man zwar die Rahmenbedingungen schaffen, ein Investor müsse aber dennoch erst einmal bereit sein, nach Freudenstadt zu kommen. In Sachen Sauberkeit komme man letztlich nur dann voran, wenn alle zusammen halten. „Da ist dann jeder von uns gefordert“, so Link.

Sowohl er als auch Susanne Wergin vom Kinder- und Jugendreferat und Udo Wenzl, Berater der Stadt in Jugendfragen, bedankten sich am Ende für die tolle Mitarbeit und wollten ein abschließendes Stimmungsbild. Gut sei es gewesen, dass man habe mitsprechen und Wünsche äußern können. Das viele Gerede am Anfang stand aber in der Kritik. „Aber besser als Schule war es schon“, sagte einer. Am 18. November findet dann das nächste Jugendforum statt – „und da rechne ich mit Euch“, gab Susanne Wergin den Jugendlichen am Ende mit auf den Weg.

Das Jugendforum 2010 fortgesetzt / Kritik, Wünsche und Forderungen artikuliert
Das „Jugendrathaus“ trat am Donnerstag in Freudenstadt zusammen. Bild: mos

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02.07.2011, 12:00 Uhr

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