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Unsichtbares erhellen

Das Kepler Center erhält 850.000 Euro

Das „Kepler Center für Astro- und Teilchenphysik“ der Universität Tübingen hat erfolgreich Fördergelder der Carl-Zeiss- Stiftung eingeworben.

20.08.2015

Tübingen. 850000 Euro erhält der Verbund „Hochsensitive Nachweistechniken zur Erforschung des unsichtbaren Universums“ in den kommenden vier Jahren. Aufbauend auf der Expertise der Arbeitsgruppen im Kepler Center werden damit weitere Projekte zur Erforschung der Struktur unseres Universums starten. An dem Antrag sind insgesamt sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beteiligt, die mit Hilfe der Fördergelder eine Brücke zwischen Teilchenphysik und Astrophysik schlagen wollen. An dieser Schnittstelle bearbeiten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler künftig Fragestellungen mit sowohl teilchenphysikalischen als auch astrophysikalischen Methoden.

Dabei soll zum einen die elementare Struktur von Materie besser aufgeklärt werden. Unser Universum besteht überwiegend aus unsichtbarer, sogenannter Dunkler Materie. Deren Bestandteile sind bislang unbekannt, Standardmodelle der Teilchenphysik greifen hier nicht. Gemeinsam wollen die Wissenschaftler deshalb hochsensitive Nachweismethoden entwickeln und die theoretischen Modelle verbessern. Ein Teil der Projektarbeitsgruppe wird nach Spuren Dunkler Materie in aktuellen Daten von satellitengestützten, astrophysikalischen Beobachtungen wie auch von Experimenten der Teilchenphysik suchen.

Zum anderen wollen die Wissenschaftler besser verstehen, wie hochenergetische kosmische Strahlung im All erzeugt wird. Einzelne Teilchen dieser Strahlung besitzen Energien, die größer sind, als sie momentan am weltweit leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger am CERN erzeugt werden können. Noch ist ungeklärt, welche astronomischen Objekte und welche Mechanismen für die Beschleunigung zu so hohen Energien verantwortlich sind.

„Mit der Unterstützung der Carl-Zeiss-Stiftung wollen wir ein neues, gemeinsames Labor einrichten. Dort können wir innovative Nachweismethoden entwickeln und testen“, sagt Projektkoordinator Professor Tobias Lachenmaier vom Kepler Center. Besonders interessant seien dabei empfindlichere Geräte zum Nachweis von kleinsten Lichtmengen. ST

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20.08.2015, 12:00 Uhr

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