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Kommentar

Das Licht am Ende des Winters

Back to the Basics – das ist für mich der richtige Satz, um diese Zurückversetzung in die Eiszeit zu beschreiben, die gerade das Wetter bestimmt und die sowohl den Verkehr als auch meine Laune für mindestens vier, fünf Monate zeitweise auf Eis legt. Tatsächlich fallen mir zum Thema Winter spontan nur drei positive Assoziationen ein: Weihnachten, Silvester und die sportliche Nutzung des eventuell vorhandenen Schnees.

09.02.2010

Die ersten beiden Termine ließen sich allerdings genauso gut auf den Sommer verlegen – man muss die alljährliche Feier zur Geburt Christi zum Jahreswechsel nur mal auf der Südhalbkugel verbringen. Deswegen lasse ich die Argumente Weihnachten und Silvester zur Verteidigung von Kälte und Eis nicht gelten. Der Gedanke scheint gar nicht so abwegig – wann hatten wir denn bitte das letzte Mal weiße Weihnacht?

Von mir aus könnte es jetzt jederzeit wieder Frühling und schließlich Sommer werden – es ist länger hell draußen, die großen Ferien stehen an, es gibt flexiblere Ausgehmöglichkeiten, Grillfeste, es ist Festivalzeit, und das Wichtigste: Es ist warm! Ein kleiner Winterspaziergang kann ja auch ganz nett sein, aber ich bin dann doch eher der Typ, der bei Sonne mit dem Fahrrad zur Schule fährt, anstatt durch Schneematsch zu stampfen.

An diesem Punkt appelliert allerdings meine leidenschaftliche Skifahrer- und Snowboarderinnenseele, den Winter nicht derart durch den Dreck zu ziehen. Ich muss zugeben, die Freude am Wintersport hindert mich daran, für eine praktisch sowieso unmögliche Abschaffung des Winters zu plädieren. Letztendlich ist es wohl einfach Geschmackssache, ob jemand lieber den Internationalen Schneemanntag am 12. Dezember begeht oder bei 25 Grad aufwärts die Sonne genießt – meiner Meinung nach sollte sich Mutter Erde nach ein bis zwei Monaten bitte rasch von der Kältezeit verabschieden.

Ich wage hiermit folgende Schlussfolgerung: Das Gute am Winter ist die Vorfreude auf den Sommer! Trotzdem versöhne ich mich an dieser Stelle mit allen Winterliebhabern und gebe fairerweise zu: Gäbe es eure geliebte Eiszeit nicht, wäre die Hitzewelle zwischen Mai und August vermutlich auch langweilig.

Annkathrin Paulus, 16; Bild: Nora Straßburger, 18

Das Licht am Ende des Winters

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09.02.2010, 12:00 Uhr

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