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Nicht nur Motorsport fördern

Das Mittwochs-Interview Motorsport-Urgestein Hatto Poensgen über seinen Einstieg beim AC Horb

Der langjährige Redakteur der Motorsport-Fachzeitschriften „PS“ und „Mot“, Hatto Poensgen, will sich beim AC Horb im Vorstand einbringen. Im SÜDWEST PRESSE-Interview erzählt der 61-jährige gebürtige Düsseldorfer, wie es dazu kam, wie er zur Austragung einer Baden-Württemberg-Rallye steht.

10.02.2010

SÜDWEST PRESSE: Herr Poensgen, wie kam es dazu, dass Sie sichals Kenner der Motorsportszene nun indie Arbeit des Automobilclubs Horb einbringen wollen?

Hatto Poensgen: Ich wohne seit 30 Jahren in der Umgebung von Horb und habe immer mit großem Interesse die Arbeit des AC Horb verfolgt. Nach 40 Jahren Motorsport auf zwei Rädern widme ich seit mehreren Jahren immer mehr den Vierrädern, hauptsächlich im Veteranensport. Jetzt passt das eigene Programm besser zum Portofolio des AC Horb. Ich freue mich sehr, dass es mir die Vorstandschaft des AC Horb ermöglicht, meine Kenntnisse mit einbringen zu können.

Und welches Aufgabengebiet ist für Sie in absehbarer Zeit vorgesehen?

Der AC Horb hat sich in den letzten Jahren sehr stark auf die Förderung der motorsportlichen Belange der Mitglieder spezialisiert. Aber als ADAC-Ortsklub gibt es auch andere Verpflichtungen, die jetzt neben der sportlichen Ausrichtung, stärker gefördert werden sollen. Hier soll ich nun meine Erfahrung einbringen.

Zum Beispiel?

Mein Spezialgebiet Veteranensport ist da nur ein kleiner Teil.

In der jüngsten Mitgliederversammlung im Isenburger „Waldeck“ mahnte Syndikus Rainer Poppinga dringend nötige „Strukturveränderungen“ an. Wie könnten diese Ihrer Meinung nach aussehen?

Das ist leicht zu erklären, indem man die Satzung des AC Horb zitiert: „Der Club verfolgt ebenso wie der Gesamt-ADAC ideelle und gemeinnützige Ziele auf dem Gebiet des Kraftfahrwesens.“ Das bedeutet klar, dass der AC Horb nicht nur motorsportliche Belange fördern soll, sondern genauso eine Verpflichtung darin sieht, politische, gesellschaftliche und soziale Aufgaben wahr zu nehmen – daran werden wir intensiv arbeiten.

Was muss sich beim AC Horb ändern, um diesen für die Zukunft fit zu machen?

Ich denke, vereinsintern ist da kein großer Handlungsbedarf. Der AC Horb hat mit knapp 200 Mitgliedern einen großen Fundus an Insidern und Spezialisten, die den neuen Vorstellungen gerecht werden können.

Das heißt?

Es gilt nur, die Aufgaben zu strukturieren und die ruhenden Kräfte neu zu aktivieren.

Können Sie aus Ihrer Sicht einmal die Schwerpunkte künftiger AC-Arbeit skizzieren?

Wir müssen vor allem die Begeisterung für die neuen Aufgaben wecken, durch unser Handeln mehr in die Öffentlichkeit treten, und Menschen für unsere Ziele begeistern, die nicht von Belangen des Motorsports geprägt sein müssen.

Sehen Sie eine Möglichkeit, in diesem Jahr einen Lauf zur Baden-Württemberg-Rallye nach Horb zu bekommen?

Nein, das ist nicht möglich, weil dieser Lauf gar nicht für Horb vorgesehen ist! Angeboten wurde, im Rahmen einer Veranstaltergemeinschaft, die neu geschaffene ADAC Rallye Baden Württemberg mit zu gestalten. Allerdings ist das auch mit einem finanziellen Einsatz und Risiko verbunden. Letztlich hat sich die Vorstandschaft in einem ersten Gespräch gegen die Teilnahme entschieden.

Ist damit das letzte Wort gesprochen?

Ich bin der Meinung, dass man hier noch mal das Für und Wider prüfen sollte. Es wäre sehr schön, wenn im Rahmen dieser überregionalen Veranstaltungen in Zukunft auch der AC Horb und unsere Region von diesem sicherlich sehr attraktiven Motorsportereignis profitieren könnte.

Wenn Sie den Blick nach vorne richten: Wo „steht“ der AC Horb in einem Jahr?

Ich denke, es wird sich einiges bewegen. Ob dies nach außen hin schon umfassend sichtbar sein wird, ist eher unwahrscheinlich. Aber solch ein Umbau Bedarf einer langen Anlaufzeit, die mindestens zwei oder gar drei Jahre in Anspruch nimmt. Aber ich bin sichern, dass ein paar Dinge auch schon in diesem Jahr umgesetzt werden, die der Horber Bevölkerung eine Bereicherung in Sachen „Auto“ bescheren werden. Bild: Kuball

Das Interview führte Willy Bernhardt

Als ADAC-Ortsklub gibt es auch andere Verpflichtungen, die jetzt neben der sportlichen Ausrichtung stärker gefördert werden sollen.

Fahrer und Organisator

Der in Nordstetten wohnende Hatto Poensgen war von 1976 bis 2007 Redakteur bei Motorsport-Fachzeitschriften, arbeitet seither freiberuflich. Bis 2001 fuhr er Gelände- und Endurosport, jetzt bei Old- und Youngtimer-Veranstaltungen. Für den MSC Rottenburg organisierte Poensgen Enduro-Veranstaltungen und die Oldtimer-Challenge, beim MSC Betra war er Organisator der ersten zwei 4-Stunden-Enduros in Betra.

Das Mittwochs-Interview Motorsport-Urgestein Hatto Poensgen über seinen Einstieg beim AC Horb

Das Mittwochs-Interview Motorsport-Urgestein Hatto Poensgen über seinen Einstieg beim AC Horb

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10.02.2010, 12:00 Uhr

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