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Kirchentellinsfurter Räte entscheiden sich für den Vorschlag der Verwaltung

Das Ringen um den neuen Standort fürs Rote Kreuz ist beendet

Alle schienen ein bisschen aufzuatmen. Vor allem die vielen Rotkreuzler selber, die am Donnerstagabend die Sitzung verfolgten. Große Mehrheit im Rat für die „hintere Lösung“ – nach monatelangem Ringen um einen Standort fürs DRK.

24.07.2015
  • Ernst Bauer

Kirchentellinsfurt. Von Anfang an war klar, dass dieser Standort im Sportgelände am Faulbaum llegen sollte. Zum Schluss hatte sich die Diskussion auf zwei Varianten zugespitzt: den „Vorschlag“ der Verwaltung, hinten beim Sportheim zu bauen, oder die Lösung „vorne“, am Kreisverkehr, was aber den Skater- und Verkehrsübungsplatz beschnitten hätte.

Das Ringen um den neuen Standort fürs Rote Kreuz ist beendet
Die neue DRK-Bereitschaft in Kirchentellinsfurt soll nun doch links neben dem Sportheim (Gebäude mit dem rotem Dach im Vordergrund) gebaut werden – wie ursprünglich vorgesehen. Bild: Grohe

Bürgermeister Bernd Haug rekapitulierte in einer längeren Rückschau noch einmal den teils hitzig geführten Streit um den neuen Standort fürs Rote Kreuz. An manchen Stellen, so Haug, habe es „etwas zu viel Emotionen“ gegeben, „die hätten nicht sein müssen“; es gehe schließlich um eine Organisation, die sehr engagiert für die Bürger da sei, die Leben rettet.

Mit dem Vorschlag der Verwaltung habe man niemanden „was aufs Auge drücken“ wollen; trotz möglicher Schwächen sei es wohl die bestmögliche Variante. Haug: „Ich hoffe, dass Ruhe einkehrt“ – und das DRK nun endlich eine sichere, gute, zukunftsfähige Heimstatt bekomme, die es für seine Arbeit auch verdient habe.

Petra Kriegeskorte (SPD) bekräftigte: Diese Lösung vermeide „den neuralgischen Knoten, der vorne entstünde“. Markus Appenzeller (FWV) meinte: „Ich erwarte, dass man wieder zum Miteinander zurückfindet“ – und „keine Attacken unter der Gürtellinie gefahren werden“. Peter Beckert (CDU) sah in der Alternativ-Variante jetzt auch keine Vorteile mehr, zumal sich Funpark und Verkehrsübungsplatz wunderbar ergänzten.

GAL-Rat Manfred Wolpert-Gottwald erinnerte daran, dass diese Anlage einst aus einem Bürgerprojekt entstanden war – und bei der Alternative zerschnitten würde. Barbara Krahl (RAT) war „dankbar für jeden, der sich Gedanken gemacht hat“ – sie selber hätte aber immer noch den Wunsch, dass das Rote Kreuz eine eigene Ausfahrt bekomme – so wie es der benachbarte TB Kirchentellinsfurt vorgeschlagen hatte. Es müssen jedoch 15 Meter Mindestabstand zur Straße eingehalten werden, weshalb dieser Vorschlag verworfen wurde.

RAT-Vorwurf: „Ohrfeige“ für Bürgerbeteiligung

Carmen Steffan von der RAT-Fraktion war die Einzige im Gremium, die geharnischte Kritik übte – vor allem am Verfahren, an der Entscheidungsfindung: „Insgesamt bin ich sehr enttäuscht über das ganze Procedere.“ Die Vereine und Bürger habe man eigentlich erst vor drei Monaten mit ins Boot geholt. Das sei „eine Ohrfeige für die Bürgerbeteiligung“.

Bürgermeister Haug wies dies vehement zurück: „Das kann es beileibe nicht sein.“ Man habe sogar mehr angestoßen als sonst üblich. Schließlich könnten die Bürger nun mal nicht unmittelbar über diese Vorschläge abstimmen.

Ruth Setzler (GAL) sprach von einem „sehr wertvollen Prozess“; bei dem „alle trotz allem immer offen“ geblieben seien. Werner Rukaber (SPD) pflichtete ihr bei: Fast noch nie habe man sich inhaltlich so intensiv mit einem Thema beschäftigt; man habe es sich wirklich nicht leicht gemacht. Nach Abwägung aller Argumente erscheine der Vorschlag der Verwaltung die „vernünftigste Lösung“ zu sein.

Eine Lösung, wie Appenzeller noch anmerkte, die man durchaus weiterentwickelt habe. Man habe sich „sogar einer 180-Grad-Kehrtwendung unterzogen“; der gefundene Kompromiss bringe eine wesentliche Verbesserung der Parknutzung mit sich. Am Ende votierten fast alle dafür. Es gab nur eine Gegenstimme (Steffan) und eine Enthaltung (Krahl).

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24.07.2015, 12:00 Uhr

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