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Das Schicksal

Üppig inszeniertes Manifest für Toleranz und gegen religiösen Wahn.

Üppig inszeniertes Manifest für Toleranz und gegen religiösen Wahn.

AL-MASSIR
Ägypten

Regie: Youssef Chahine
Mit: Nour El Cherif, Laila Eloui, Hani Salama

- ab 0 Jahren

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24.11.2015

Immer wieder bringt der Tübinger Arsenal-Verleih Perlen des Jugend­films in die deutschen Kinos, die dann jedoch von der auf wilde Kerle oder Hühner abonnierten Zielgruppe sträflich missachtet werden. In seiner dänischen Heimat dagegen war „Der Traum“ einer der erfolg­reichsten Kinofilme des Vorjahres – wohl nicht zuletzt, weil auch die Erwachsenen sehr gut damit leben können.

Die Geschichte führt ins Jahr 1969, als der 13-jährige Frits an seiner neuen Schule mit einem autoritären Knochen von Direktor aneinandergerät, der seine sadisti­sche Lust an der damals noch üblichen Prügelstrafe sogleich an dem Jungen aus­lässt. Seine älteren Vertrauenspersonen – die Eltern, ein Hippie-Lehrer in der Probezeit – finden das zwar empörend, bringen aber nicht den Mut oder die Kraft auf, gegen die vermeintlich unantastbare Macht des Schulleiters und des ihn stützenden Systems vorzugehen. So ist Frits bei seiner Gegenwehr zunehmend auf sich allein gestellt – und auf die ideelle Hilfe Martin Luther Kings, dessen „I Have A Dream“-Rede er sich wieder und wieder auf einer zerkratzten Schallplatte anhört.

Regisseur Niels Arden Oplev (Jahrgang 1961) erzählt diese Emanzipationsgeschichte mit großer emotionaler Wucht und Ehrfurcht vor der Aufbruchstimmung in den Sixties. Letzteres dürfte den Eltern ja ganz gelegen kommen.

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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