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Geister fordern Süßes

Das Thema Halloween beschäftigte 40 Kinder bei den Kulturtagen von Mokka

Ganz schön gruselig ging es in den Herbstferien bei den Rottenburger Kulturtagen zu. Am Donnerstag bevölkerten jede Menge Gespenster, Hexen und Skelette den Hof der Weggentalschule. Heute ziehen die Kinder verkleidet los und fordern „Süßes oder Saures“.

31.10.2014
  • Dunja Bernhard

Rottenburg. Grusel wurde bei den Kulturtagen groß geschrieben. 40 Kinder bastelten Grusellaternen und Grusellandschaften. Sie backten blutige Gruselfinger mit roter Marmelade und ließen sich möglichst gruselig schminken.

Aber so richtig gruselig fanden sie das alles dann doch nicht, sondern vor allem: cool. Sogar das Gruselkabinett im abgedunkelten Obergeschoss. „Ich wurde dort sogar mit einem Messer angegriffen“, sagte Tim. Das sei aber nur aus Pappe gewesen.

Mit dabei war in diesem Jahr auch ein Junge mit Behinderung. Er wurde von Nicole Haustein von der Mobilen Kinder- und Kulturarbeit(Mokka) betreut. Der Junge sei sehr offen auf die andern Kinder zugegangen, sagte Haustein. Andersherum habe es zunächst Vorbehalte gegeben. Nachdem sie den Kindern erklärt hatte, warum der Junge sich so verhält, integrierten sie ihn in ihr Spiel. „Ein Junge hat sogar die Schaukel für ihn freigemacht und ihn angeschubst.“

Spielmobil-Leiter Ilke Erim bot den Kindern zusammen mit seinen Mitarbeitern jeden Tag neue Bastelarbeiten an. Wer lieber etwas anderes machen wollte, durfte das auch. Ein Tischkicker und Brettspiele standen bereit. Draußen konnten die Kinder klettern oder Fußball spielen.

Gestern hatten sich etliche Kinder schon mal probehalber für Halloween verkleidet. Paolo flitzte als Bettlaken-Geist über den Hof. „Das Kostüm habe ich selbst gemacht“, sagte er stolz. Tim präsentierte sich als Terminator, seinen Hals zierte eine rote (Blut-) Spur. „Ich bin ein Skelett“, sagte der 6-jährige Salvatore. Auf seinem schwarzem T-Shirt leuchteten neongrüne Knochen. Lola trug das Kostüm in der Mädchenvariante mit rosafarbenen Knochen. Auf ihrem Kopf hockte eine Plüschspinne. Einige Mädchen mochten es nicht ganz so gruselig. Als Hexenkaninchen stellten sich Mia und Leni vor. Zu schwarzen Kleidern trugen sie Schnurrbarthaare.

Der Halloween-Brauch komme aus England, meinte Paolo. „Da schnitzt man Gesichter in Kürbisse.“ Früher hätten die Menschen ja noch an Geister geglaubt, ergänzte Tim. Deshalb hätten sie diese Kürbisse vor das Haus gestellt, damit die Geister draußen blieben. Tatsächlich stammt der Brauch aus Irland, gelangte mit den Auswanderern in die USA und verbreitete sich von dort weiter.

In Deutschland, sagte Tim, habe sich das Fest dann verändert. „Hier verkleiden sich die Kinder und gehen auf „Süßes-oder-Saures-Tour“. Ein Nachbar habe ihm mal eine Zitrone gegeben, weil er nichts Süßes hatte, erzählte Tim. Heute gehen die Kinder gruselig geschminkt und verkleidet durchs Weggental und zum Gefängnis hoch. Dabei hoffen sie auf viel Süßes und nichts Saures.

Das Thema Halloween beschäftigte 40 Kinder bei den Kulturtagen von Mokka
Hexen, Geister, Skelette und Feen ziehen heute Süßigkeiten fordernd durchs Weggental und zum Gefängnis hoch. Bild: Bernhard

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31.10.2014, 12:00 Uhr

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