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EL ORFANATO
Spanien

Regie: Juan Antonio Bayona
Mit: Belén Rueda, Fernando Cayo, Roger Príncep, Geraldine Chaplin

- ab 12 Jahren

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23.11.2015
  • Verleihinfo

99 Minuten Natur pur: "Unsere Erde " zeigt atemberaubende Tierszenen, wundervolle Pflanzenbeobachtung und grandiose Landschaftsaufnahmen. Bilder von berückender Schönheit als Plädoyer, damit wir Menschen sorgsamer mit unserem Planeten umgehen. Arktis und Antarktis bilden die Klammer dieser Weltreise mit der Kamera. Die Pole sind der Start- und Endpunkt einer Erdumrundung von Nord nach Süd. Spektakuläre Ansichten kommen dabei ins Bild: die größten Wasserfälle, die höchsten Berge, die längsten Wanderungen von Tierherden. Es ist die Erde in Superlativen.

"Unsere Erde - Der Film " führt ausschließlich Naturphänomene und Tierverhalten vor, ohne dabei etwas zu erklären. Weder Städte noch Menschen spielen hier eine Rolle, weder Luftverschmutzung noch Abholzung der Regenwälder. Aber im Subtext ist immer deutlich: Wenn die Menschen so weitermachen wie bisher, wird die Welt so nicht mehr lange existieren.

Ohne mit dem Computer zu tricksen, sind ästhetische Bilder entstanden, die zeitweise aussehen wie gemalt, bewegten Ornamenten gleich. Wenn eine riesige Herde Streifengnus durch die Serengeti marschiert, entstehen von oben betrachtet Formationen aus Staub und dunklen Körpern, die einen fantastischen visuellen Eindruck hinterlassen. Ähnlich eindrückliche Bildchoreographien bietet der Fächerfisch bei der Jagd nach riesigen Fischschwärmen.

Obwohl sie nicht mit dem Computer nachbearbeitet wurden, sind doch ausgefeilte Programme Grundvoraussetzung für diese fesselnden Bilder. Eine spezielle Software ermöglichte es den Kamerateams, aus riesiger Entfernung Tiere aufzunehmen, die sonst durch Hubschraubergeräusche gestört worden wären. Außerdem erlaubte die neue Technik extreme Zeitlupen mit 2000 Einzelbildern pro Sekunde oder Aufnahmen bei Nacht mit hochempfindlicher Infrarotkamera.

Mit angehaltenem Atem verfolgt der Zuschauer etwa die Jagd eines Geparden auf eine zierliche Antilope. In Zeitlupe erkennt man jeden angespannten Muskel der Tiere bis zum verhängnisvollen Stolpern der Gejagten.

Ein ganz eigenes Stück Filmkunst ist die Hatz von 30 Löwen auf einen kleinen Elefanten mitten in der Nacht. Nach einer taktischen Verfolgung stürzen sich die Raubkatzen auf ihr Opfer und bringen es zu Fall. Die Bilder wirken in ihren schwarz-grauen Tönen so artifiziell, dass man fast vergisst, dass es sich hier um echte Tiere handelt. Das Aufnahmeteam konnte selber fast nichts sehen - nur mittels der Infrarotkamera war es möglich, das Geschehen zu filmen.

"Unsere Erde " ist eine britische Produktion der Superlative: 40 Kamerateams waren in fünf Jahren Produktionszeit an über 200 Orten in 26 Ländern unterwegs, um 1000 Stunden Filmmaterial, davon vieles aus der Luft gedreht, zu liefern. Die wurden von den erfahrenen Regisseuren Alastair Fothergill und Mark Linfield zu einer Huldigung unseres Planeten gestaltet.

Ulrich Tukur kommentiert diese atemberaubenden Bilder erfrischend sachlich, manchmal ironisch. Die Orchestermusik - komponiert von George Fenton, eingespielt mit den Berliner Philharmonikern - setzt vornehmlich dann ein, wenn die Natur selber keine Geräusche liefert. Der Zuschauer geht aus dem Kino und sieht die Welt mit anderen Augen.

Spielplan

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23.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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