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Heimische Tropfen am Hang

Das Wendelsheimer Weinfest war vor allem am Sonntag gut besucht

Sonniges Wetter, qualitätvollen Wein und eine schöne Landschaft: All das genossen die Besucher des Wendelsheimer Weinfestes am Wochenende.

01.06.2015
  • Ifigenia Stogios

Wendelsheim.Den schönsten Ausblick auf die Landschaft bis Hohenzollern hat man in Wendelsheim vom oberen Weg in den Weinbergen, nicht weit vom Waldrand entfernt. Dort schenkte Robert Biesinger verschiedene Sorten von Schwäbischem Landwein aus wie etwa Müller-Thurgau und Schwarzriesling mit Spätburgunder. „Wir geben unser Bestes, bei uns kommt nichts raus, was nicht hochwertig ist, sagte er. An die 250 Leute setzten sich während der Mittagszeit in und an sein Zelt, um verköstigt zu werden und einen Blick in die Runde zu werfen.

Weiter unten am Hang waren weitere gut besuchte Zelte zu sehen. Eines davon war das des Weinguts Biesinger. Winzer Klaus Biesinger erinnerte daran, dass man beim Weinanbau der Natur ausgesetzt sei. In einem guten Sommer würden auch die Trauben gut. „Da hilft nur Beten“, sagte Biesinger humorvoll.

Nicht nur Wein gab es beim Weinfest, auch für feste Nahrung hatten die Gastgeber gesorgt, zu denen auch die Familie Wälder gehörte. Flammkuchen und Krautschupfnudeln gab es beispielsweise, und auch Pfefferbeißer, Bauernwürstle und Maultaschen waren zu haben. Ludwig und Elisabeth Hahn aßen Winzersteak mit Kartoffelsalat. Ludwig Hahn, der fast jedes Jahr zum Weinfest kommt und in Seebronn wohnt, trank einen trockenen Weißwein. „Ich bin Diabetiker“, sagte er, die meisten württembergischen Weine seien für ihn zu süß. Seine in Wendelsheim gebürtige Frau Elisabeth schätzt am Weinfest auch die Geselligkeit: „Man trifft hier Bekannte und fühlt sich wohl.“

Gleich in der Nähe saß die Nehrener Gemeinderätin Marlies Lipps samt Yorkshire-Hündin Heidi und ihrer Freundin Marlies Walker aus Wannweil. „Der Rosé schmeckt sehr gut, genauso mag ich ihn“, betonte Lipps. Für Walkers Geschmack war der Tropfen allerdings zu trocken.

Etwas zurückgezogen auf einer Bank hatten sich Gerd Klein und seine Frau Margrit aus Tübingen niedergelassen. Sie trank einen Holunder-Rosé, den „Renner“ des Weinhofs Holocher. Der schmeckte lecker und angenehm fruchtig. Das Minzblatt gab dem Drink eine frische Nuance.

Den Weinbau hätten nun seine beiden Söhne übernommen, berichtete Roland Holocher. Sie machen das jedoch nicht hauptberuflich. Der Betrieb befinde sich gerade in einer Umstellungsphase. „Unsere Trauben sind alle aus biologischer Herstellung“, so Holocher, der Wein müsse aber noch als konventionell erzeugte Ware vermarktet werden. 36 Monate müssen nach der Umstellung vergehen, bis es endlich das begehrte Bioland-Siegel gibt. So lange dauere es, bis der Boden und alles, was darauf wächst, alle chemischen Rückstände abgebaut habe.

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01.06.2015, 12:00 Uhr

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