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Schwanzträger

Das ewige Rätsel

Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf, wie ein englischer Philosoph einst treffend bemerkte.

21.03.2019

Von Günther Marx

Foto: ©Eric Isselee/Shutterstock.com

Aber noch sehr viel häufiger ist der Mensch dem Menschen ein Rätsel. Was ihn antreibt, welchen Sinn und Irrsinn sein ganzes Tun und Trachten hat – es bleibt in Vielem unergründlich. So gibt es zum Beispiel in England, immer wieder England, Menschen, die sich gerne Tierschwänze an ihrem Hintern befestigen – von Fuchs, Hase oder Hund oder irgendein Phantasieprodukt – und sich damit unter die Leute mischen, in den Pub gehen oder am Bankschalter ihre Geldgeschäfte erledigen.

Damit die Schwänze nicht einfach hängen oder unkontrolliert wackel-dackeln, verfügen die Spitzenmodelle über ein High-Tech-Inneres, das sich mittels einer App auf dem Smartphone steuern lässt – rauf und runter, links und rechts, gestreckt und gerollt. Eine gewisse Aufmerksamkeit ist mit solchen Auftritten garantiert.

Wer's nicht glaubt, sollte es vielleicht einmal ausprobieren. Was genau freilich dahintersteckt, bleibt trotz aller Erklärungsversuche im Vagen. Ist es die Sehnsucht nach dem ganz Anderen, sind es archaische Rituale, ist es die Lust am Bizarren oder womöglich nur eine psychische Störung? Mit anderen Worten: Sind die Schwanzträger – übrigens sind da auch Ladys darunter – ganz einfach ein wenig gaga?

Wir wollen Letzteres nicht annehmen, aber auch nicht ausschließen.

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Erstellt:
21. März 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
21. März 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. März 2019, 06:00 Uhr

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