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Stichwort · Tornado

Das fliegende Auge

27.11.2015

Von AFP

Deutschland wird sich offenbar mit Recce-Tornado-Kampfflugzeugen der Bundeswehr an der Luftaufklärung in Syrien beteiligen und so der französischen Bitte um Hilfe im Kampf gegen die IS-Dschihadisten nachkommen. Die Flugzeuge verfügen über eine große Reichweite, können selbst bei schlechtem Wetter sehr tief fliegen und auch nachts fotografieren.

Die Flugzeuge können - theoretisch - der Geländeform bis zu 60 Meter über Grund automatisch folgen, auch bei schlechtem Wetter und in der Nacht. Manuell kann der Pilot seine Maschine sogar bis auf 30 Meter Höhe herunterbringen. Die Reichweite liegt zwischen 1400 und 3900 Kilometern. Zur gegenseitigen Unterstützung fliegen sie immer mindestens als Paar.

Recce ist die Abkürzung für "Reconnaissance" (Aufklärung oder Erkundung). Für das von der israelischen Firma Rafael entwickelte Digitalsystem RecceLite (Reconnaissance Litening Targeting Pod) wird an der Unterseite der Flugzeuge ein torpedoförmiger Behälter montiert. Darin befinden sich hochauflösende Kameras und Infrarot-Sensoren. Beide Systeme können Aufnahmen tageszeitunabhängig anfertigen und in Echtzeit an eine Bodenstation übertragen. Das System schwenkt selbstständig auf das Ziel und verfolgt es auch bei Abweichungen von der Flugroute, beispielsweise durch Ausweichmanöver, kontinuierlich weiter. Mittels einer Mosaik-Funktion können Serienbilder zu großen Gesamtflächen zusammengerechnet werden.

Die Recce-Tornados wurden von der Bundeswehr unter anderem bei Aufklärungsflügen während des Balkankonflikts, in Afghanistan sowie in Deutschland bei Hochwasser-Katastrophen eingesetzt.

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Erstellt:
27. November 2015, 08:30 Uhr
Aktualisiert:
27. November 2015, 08:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 27. November 2015, 08:30 Uhr

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