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Bundeswehr

Das fliegende Krankenhaus

Die Regierung stellt eine spezielle Airbus-Maschine bereit, um Verletzte nach Deutschland zu bringen.

20.04.2019

Von AFP

Ein Medevac-Airbus der Luftwaffe landet auf dem militärischen Teil des Flughafens Tegel. Foto: Daniel Naupold/dpa

Berlin. Nach dem schweren Busunglück auf Madeira bemüht sich die Bundesregierung um die Rückholung der verletzten Deutschen. Ein Medevac-Airbus der Luftwaffe stand bereit, um womöglich Betroffene nach Deutschland zu holen.

Insgesamt vier Maschinen vom Typ Airbus 310 der Flugbereitschaft der Bundeswehr können zu fliegenden Krankenhäusern umgebaut werden, um Verletzte wieder nach Deutschland zu bringen. Die Luftwaffenjets bieten dann Platz für bis zu sechs Intensivversorgungsmodule und bis zu 38 Liegeplätze für weniger schwer Verletzte oder aber maximal 56 Liegeplätze.

Die genaue Aufteilung kann je nach medizinischen Erfordernissen variiert werden. Bis zu 25 Ärzte, Intensivpfleger und Rettungsassistenten kümmern sich um die Patienten. Die Ausstattung der Medevac-Flugzeuge (Medical Evacuation) entspricht der von Kliniken.

Systeme zur Beatmung

Außer Systemen zur Beatmung, zur Überwachung von Kreislauffunktionen und zur Verabreichung von Infusionen befinden sich auch ein tragbares Ultraschallgerät, ein Apparat zur Blutgasanalyse sowie spezielle Heizdeckensysteme an Bord.

Ein A310 steht ständig auf dem Flughafen Köln-Bonn bereit, um zu Rettungsmissionen zu starten. Ohne Nachtanken können die Maschinen bis zu 11 000 Kilometer fliegen. Nach einer Alarmierung werden etwa drei Stunden benötigt, um den Flug vorzubereiten und das speziell geschulte Personal aus dem gesamten Bundesgebiet zusammenzuholen.

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Erstellt:
20. April 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
20. April 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. April 2019, 06:00 Uhr

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