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Hauptsache bunt

Das freie Radio „Wüste Welle“ feiert den Zwanzigsten

Seit 20 Jahren schon funkt das freie Radio „Wüste Welle“ vom Tübinger Sudhaus aus von Rottenburg bis Reutlingen. Noch immer werden konsequent die ursprünglichen Intentionen umgesetzt – Vielfalt bieten, ohne den Konventionen kommerzieller Sender zu verfallen.

08.07.2015
  • Paul Runge

Tübingen. „Hallo Tübingen, Reutlingen und die Käffer drumrum!“ Mit diesen Worten ging das freie Radio „Wüste Welle“ am 16. Juli 1995 das erste Mal auf Sendung.

In den vergangenen 20 Jahren ist der Sender stetig gewachsen und hat es dabei geschafft, seine ursprüngliche, linksalternative Linie zu bewahren. 120 freiwillige Radiomacher und Radiomacherinnen arbeiten an eigenen Sendungen, gemeinsamen Projekten und sogar dem Studioequipment mit. Getragen wird der Sender vom gemeinnützigen „Förderverein für ein Freies Radio Tübingen/Reutlingen e.V.“. Er ist Mitglied im Landesverband der Freien Radios in Baden-Württemberg und im Weltverband der Community Radios.

„Leidenschaft und Passion fürs Radiomachen“ stehe immer noch ganz klar im Vordergrund, sagt Matthias Xander, der für die Projekt- und Integrationsarbeit zuständig ist. „Die wichtigsten Faktoren sind lernen und sich ausprobieren. Man darf Fehler machen und muss nicht perfekt sein.“

Deswegen ist die Redaktion des freien Radios so bunt wie möglich gemischt. Hier ist es egal, welches Geschlecht oder Alter, welche Abstammung, Vorlieben oder Makel man hat. Jeder ist willkommen und erweitert das schillernde Kaleidoskop um die eigenen Fähigkeiten.

Dabei geht es nicht nur um das Radiomachen allein. Das handwerkliche Geschick aller Mitarbeiter war gefragt, um das neue Studio (siehe Bild) einzurichten. Das meiste ist selbstgemacht – vom perfekt austarierten Schrank bis zur 100 Prozent biologisch abbaubaren Schallisolierung aus Holz.

„Hier sind 120 Individualisten immer am machen“, schwärmt Jan Greuneveld, der die „Wüste Welle“ von Anfang an mit aufgebaut hat. Heute ist die Wüste Welle der einzige werbefreie Radiosender, der fast 24 Stunden am Tag sendet.

Und es geht weiter, denn die Sendelizenz wurde kürzlich erst um zehn Jahre verlängert. Dann auf eine weitere Dekade!

Das freie Radio „Wüste Welle“ feiert den Zwanzigsten
20 Jahre Radio Wüste Welle (von links): Nadine Schmid, Oliver Born, Matthias Xander und Carin-Diana Bukenberger. Bild:Metz

Am Samstag, 18. Juli, lädt die „Wüste Welle“ alle Interessierten in die eigenen Räumlichkeiten ein, um den Freigeist der letzten zwei Dekaden zu feiern. Zum Auftakt gibt‘s erstmal ab 15 Uhr einen kleinen Sektempfang, ehe es eine halbe Stunde später mit dem Jubiläumsprogramm losgeht – von dem jazzigen Saxophon-Quartett „Gleis 4“, über Comedy-Aufführungen, bis hin zu einer Stimm- und Soundperformance des Wellen-Urgesteins Ulrike Helmholz ist für jeden Geschmack etwas dabei. Nach den Hauptevents darf dann mit den DJs der „Wüsten Welle“ das Tanzbein geschwungen werden. Für das leibliche Wohl ist natürlich auch bestens gesorgt. Und wer zu Hause festsitzt, soll nicht verzagen – man kann das ganze Programm live auf der Frequenz 96,6 UKW mit anhören.

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08.07.2015, 12:00 Uhr

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