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Prävention

Das ganze Dorf gesund machen

Dußlingen nimmt an Projekt der kommunalen Gesundheitsförderung teil.

21.01.2017
  • Susanne Mutschler

Tobias Glückler, Leiter der Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz beim Kreis, erklärte am Donnerstag im Gemeinderat was es mit der kommunalen Gesundheitsförderung auf sich hat.

„Viele Faktoren sind beeinflussbar“, erklärte Glückler. Um welche konkreten, dem allgemeinen Wohlergehen förderlichen Vorhaben es in Dußlingen gehen könnte, umriß er in groben Zügen Er könne die Gemeinde noch nicht gut genug, um die genauen Entwicklungsmöglichkeiten abzusehen. „Es soll eine Art Modellprojekt werden“, versuchte er, die Räte zu begeistern.

Bis Ende 2017 stehen in der Abteilung „Gesundheit“ beim Kreis Personalmittel bereit für das Förderprojekt. Ein Projektteam werde aus dem gesundheitlichen Ist-Zustand von Dußlingen ein Konzept für mögliche Verbesserungen entwickeln, Handlungsfelder benennen und bei der Umsetzung beratend zur Seite stehen. Eine abschließende Evaluation soll das Projekt transferfähig für andere Gemeinden machen.

Prävention von Geburt an

„Es muss attraktiv sein, mehr Bewegung in den Alltag zu bringen.“ Er sprach von einem zukünftigen Bewegungsparcours, Spielplätzen, Fuß- und Radwegen als Basis einer fitter und aktiver werdenden Gemeinde. Daneben hatte er die Vision einer generationenübergreifenden Gesundheitsvorsorge. Ihm schwebte „eine Präventionskette von der Geburt bis ins hohe Alter“ vor.

Dußlingens Bedarf sei angelehnt an die Ergebnisse des Ortsentwicklungskonzeptes und umfasse „alle Lebenswelten, in denen die Dußlinger unterwegs sind“. Die Bürger könnten über die vorhandene Vereine und Organisationen teilnehmen oder aber ein neues Netzwerk „Gesunde Gemeinde Dußlingen“ gründen.

In der 120 Angestellte starken Dußlinger Verwaltung soll ein betriebliches Gesundheitsmanagement eingeführt werden. „Jeder Mitarbeiter, der nicht krank wird, entlastet die Gemeinde“, sagte Dußlingens Bürgermeister Thomas Hölsch dazu.

„Es gibt im Ort schon viele Aktivitäten, aber noch keinen Oberbegriff“, fasste der Schultes zusammen, warum ihm das Projekt wichtig ist. Es sei „ein Label“, das alle bisherigen gesundheitsförderlichen Bausteine zusammenfasst und ein Umdenken unter den Dußlingern befördern könne.

Für Dirk Wütherich (DWV) klang die Präsentation zunächst „nach großem Konzept mit wenig Effekt“. Er fragte nach einer besseren Ärzteversorgung im Dorf und einem weiteren Pflegeheim. Ein Arzt vor Ort sei Teil einer Prävention, fand auch Renate Schelling (SPD). Philip Broser (SPD) mahnte weitere Therapeuten an, die in Dußlingen ebenso fehlen. Harald Müller (DWV) fand es sinnvoll, den Blick auf die Gesundheitsprävention auszuweiten. Ihn interessierte, wie das Konzept auf die Dußlinger Firmen und das ganze Dorf übertragen werden könnte.

Bei den Freien Wählern dachte man positiv. „Wenn es zur Gesundung unserer Bürger beiträgt, sollte man das Projekt auf den Weg bringen“, erklärte Klaus Zürn. Die Gemeinderäte entschieden sich einstimmig für eine kommunale Gesundheitsförderung und traten gleichzeitig der Landesinitiative „Gesund aufwachsen und leben in Baden-Württemberg“ bei.

Vom Gesundbleiben

Im vergangenen Jahr folgte Dußlingen einem Aufruf aus dem Sozialministerium. Nehren und Dußlingen sind deshalb Modellgemeinde zur „Kommunalen Gesundheitsförderung“. Richtschnur ist der Lebensweltansatz der Ottawa-Charta von 1986. Danach hängt die Gesundheit der Menschen eng mit ihrer alltäglichen Lebenssituation zusammen. Wichtig ist präventive Gesundheitsförderung, die Verhütung von Krankheiten nachgeordnet.

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21.01.2017, 01:00 Uhr

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