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Das iPhone zieht weniger
Das iPhone spült Apple nicht mehr soviel in die Kasse wie gewohnt. Foto: dpa
Mit Apples Wachstum ist Schluss - Chef Cook bleibt aber optimistisch

Das iPhone zieht weniger

13 Jahre lang hat Apple beim Umsatz zulegt. Nun ist der Wachstumsmotor iPhone ins Stottern geraten. Chef Cook sieht nur eine "Pause".

28.04.2016
  • DPA

Cupertino. . "Optimistisch" war das Wort, das Apple-Chef Tim Cook besonders oft benutzte, nachdem er den ersten Umsatzrückgang in einem Quartal seit 2003 präsentieren musste. Die Abkühlung des Smartphone-Marktes, von der das teure iPhone härter als manche Billig-Konkurrenz getroffen wird? "Das wird vorbeigehen." Die Konjunktur in China? "Stabiler, als behauptet wurde."

Cooks Botschaft an die Anleger: Das vergangene Quartal, in dem Geräteverkäufe, Umsatz und Gewinn quer durch die Bank zurückgingen, war nur eine Episode, der Erfolgslauf von Apple wird weitergehen.

Das vorläufige Ende des seit 13 Jahren andauernden ununterbrochenen Wachstums-Marathons wurde von manchen Branchenbeobachtern schon lange vorhergesagt - stattdessen konnte Apple bis heute immer wieder neue Bestwerte verkünden. Auch jetzt blieb auch nach einem Rückgang von über 22 Prozent noch ein Gewinn von 10,5 Mrd. Dollar (9,3 Mrd. EUR) in den Kassen.

Im Geschäftsjahr 2003, in dem die Rekord-Serie begann, machte Apple noch 6,2 Mrd. Dollar Umsatz und aus heutiger Sicht lachhafte 69 Mio. Dollar Gewinn.

Im jüngsten Quartal erzielte allein das Dienste-Geschäft etwa mit dem App Store oder Apple Music fast soviel Umsatz - und der gesamte Konzern erlöste gut 50 Mrd. Dollar. Wie steht es also um das profitabelste Unternehmen der Welt?

Zwei Abhängigkeiten bestimmen das Apple-Geschäft: Rund zwei Drittel der Umsätze bringt das iPhone ein. Und geografisch gesehen kommt rund ein Viertel der Konzernerlöse aus China. Läuft es an diesen Stellen nicht rund, schlägt das direkt auf die Zahlen des gesamten Unternehmens durch.

Vor einem Jahr waren die erstmals deutlich größeren iPhones der 6er-Serie frisch auf dem Markt - und die Apple-Kunden stiegen munter um. Die optisch unveränderten neuen 6S-Modelle konnten da dieses Jahr nicht mithalten, wie Apple-Chef Tim Cook zugab. Wäre die Upgrade-Rate jetzt so hoch wie damals, "wäre eine Riesen-Party fällig", sagte Cook. "Es hätte einen gewaltigen Unterschied ausgemacht."

Der Apple-Chef arbeitete hart daran, die Zeichen der Hoffnung in der Vordergrund zu rücken. So seien in den vergangenen sechs Monaten so viele Nutzer von Geräten mit dem Google-System Android zum iPhone gewechselt wie noch nie. Und während der Absatz der Mac-Computer in einem ebenso schwachen PC-Markt um 12 Prozent gefallen sei, habe die Hälfte der Käufer zum ersten Mal einen Apple-Rechner erworben.

Doch bevor sich die Zahlen in der Apple-Bilanz in einem besseren Konjunkturumfeld und mit neuen attraktiven Produkten wieder verbessern können, steht ein weiterer Rückgang bevor, der vermutlich härter als bislang erwartet ausfallen wird. Für das laufende Quartal sagt Apple nur noch einen Umsatz zwischen 41 und 43 Mrd. Dollar voraus, die Analysten hatten zuvor mit einem Wert von über 47 Mrd. Dollar gerechnet.

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28.04.2016, 06:00 Uhr

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