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Das komplette Verkehrs-Chaos blieb aus
Rechts und links des Brückenbogens blieb mehr Beton stehen als geplant: das „Rote Steigle“ nach der Sprengung. Foto: dpa
Autobahnbrücke gesprengt

Das komplette Verkehrs-Chaos blieb aus

Nach Sprengung der Autobahnbrücke transportierten Lastwagen tausende Tonnen Schutt ab

17.10.2016
  • lsw

Sindelfingen. Auf der Autobahn 8 bei Stuttgart hat es am Wochenende ordentlich gekracht – eine Brücke wurde gesprengt. Entgegen aller Erwartungen gab es durch die dadurch notwendige Vollsperrung der A8 aber keine Riesenstaus, das erwartete Verkehrschaos ist am Wochenende ausgeblieben.

Die A8 war ab Freitagabend zwischen dem Stuttgarter Kreuz und Leonberg Ost für über 30 Stunden gesperrt. Am Sonntagvormittag wurde die Vollsperrung aufgehoben, wie ein Sprecher des Regierungspräsidiums Stuttgart gesterm sagte. Autofahrer verhielten sich ihm zufolge besonnen. Demnach war erkennbar, dass viele den Großraum Stuttgart gemieden oder das Auto stehen gelassen haben. Der befürchtete Zusammenbruch des Verkehrs sei ausgeblieben. Auf der Autobahn gab es nach Angaben der Polizei am Samstag an den Ausleitungen aber zwei bis drei Kilometer Stau. Auf den Bundesstraßen gab es zudem deutliche Behinderungen, da sie pro Richtung nur eine Spur haben.

Grund für die Vollsperrung der A8 war der Abriss der Bogenbrücke „Rotes Steigle“. Die A8 wird kommendes Jahr um eine Spur auf acht erweitert. Das „Rote Steigle“ konnte aber maximal sieben überspannen und musste daher weichen. Eine neue Ersatz-Stahlbrücke steht bereits 60 Meter davon entfernt. Mit bis zu 160 000 Fahrzeugen unter der Woche und 130 000 an Samstagen ist die A8 laut Regierungspräsidium Stuttgart die meistbefahrene Strecke im Land.

Das „Rote Steigle“ wollte bei der Sprengung allerdings nicht ganz so fallen wie geplant. Rechts und links der Autobahn blieb mehr Beton stehen als gehofft. Diese Pfeiler mussten mit Baggern abgebrochen werden. Insgesamt wurden am Wochenende innerhalb kürzester Zeit gut 5000 Tonnen Schutt bewegt. Zunächst waren 2000 Tonnen Schotter unter die Brücke geschafft worden, um die Fahrbahn vor dem herabstürzenden Beton zu schützen. Nach der Sprengung mussten die wieder beseitigt werden. Hinzu kamen rund 1200 Tonnen Schutt der Brücke. Ungefähr 400 Mal fuhren die Lastwagen laut Regierungspräsidium Schutt umher.

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17.10.2016, 06:00 Uhr

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