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Bürgermeisterwahl Pfullingen

Das lange Warten auf Bewerbungen

Das hatten sie sich in Pfullingen auch anders vorgestellt: Für die Bürgermeisterwahl am 19. Oktober hatten die Verantwortlichen einen Ansturm an Bewerberinnen und Bewerbern erwartet. Doch weit gefehlt: Bislang haben sich erst drei Interessenten für die Nachfolge von Bürgermeister Rudolf Heß beworben – und am nächsten Montag endet die Bewerbungsfrist, die seit 8. August läuft.

16.09.2014
  • Thomas de Marco

Nach Stand vom Montag haben die Pfullingerinnen und Pfullinger die Wahl zwischen Bäckermeister René Schultz aus Pfullingen und Sabine Lauffer, einer Wirtschaftsförderin aus dem Raum Baden-Baden, und Karin Bauer, derzeit Leiterin des Ordnungs-Amts in Schorndorf. Lauffer hat sich am Wochenende informell schon mal beim Schlösslesparkfest Pfullinger Vereinen vorgestellt. Sie werde sich demnächst offiziell präsentieren, erklärte sie am Montag.

Ein Name aus der Region wurde gerüchteweise immer wieder ganz heiß gehandelt: Silke Höflinger, Bürgermeisterin von Walddorfhäslach. Schließlich stammt sie aus Pfullingen und soll von mehreren Seiten darauf angesprochen worden sein, ob sie nicht kandidieren wolle. Doch Höflinger winkt ganz entschieden ab. „Ich werde mich definitiv nicht für dieses Amt bewerben. Pfullingen ist zwar eine schöne Stadt, aber ich fühle mich in Walddorfhäslach wohl und möchte vor allem bei der Sanierung des Ortskerns von Walddorf dabeibleiben. Das ist eine ganz entscheidende Entwicklung“, sagte sie am Montag dem TAGBLATT.

Zwei weitere Namen sind im Zusammenhang mit der Nachfolge von Heß ebenfalls immer wieder im Gespräch gewesen: zum einen Gerrit Elser, Oberbürgermeister von Giengen an der Brenz, der früher Bürgermeister von Sonnenbühl war und dessen Familie noch dort wohnt. Zum anderen wurde auch Jochen Zeller, der Bürgermeister von Hohenstein, immer wieder als möglicher Bewerber genannt. Beide haben allerdings bis Montag noch keine Unterlagen im Pfullinger Rathaus eingeworfen.

Es ist also alles andere als eine üppige Auswahl, die sich bisher in Pfullingen gemeldet hat. Dabei biete das Bürgermeisteramt Gestaltungsmöglichkeiten wie kaum ein anderer Beruf, sagt der 66-jährige Amtsinhaber Heß, der aus Altersgründen nicht mehr antreten kann. Warum bewegt sich dann aber das Interesse an diesem Job trotzdem in so engen Grenzen? Heß fallen da die Kosten für den Wahlkampf, der Umzug nach einem Wahlerfolg sowie die Stellung auf Zeit als mögliche Gründe ein, die gegen eine Bewerbung fürs Bürgermeisteramt in der 18.000 Einwohner zählenden Stadt sprechen könnten.

An Pfullingen selbst kann das geringe Interesse eigentlich kaum liegen. Deshalb verweist Heß darauf, dass ja noch eine Woche lang Zeit bleibt, eine Bewerbung in den Briefkasten am Pfullinger Rathaus einzuwerfen. „Ich gehe fest davon aus, dass sich noch mehr Interessenten melden werden“, sagte er jedenfalls am Montagmorgen, als erst zwei Bewerbungen eingegangen waren. Prompt kam rund zwei Stunden später die Nachricht, dass sich nun auch die Leiterin des Schorndorfer Ordnungsamts zur Wahl stellt.

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16.09.2014, 12:00 Uhr

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