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Kommentar

Das muss auf den Tisch

Eines ihrer unschönen Kapitel kann die Deutsche Bank jetzt schließen. Die skandalösen Hypothekengeschäfte in den USA bleiben trotzdem eine schwere Bürde und sind eine hohe Belastung für ihren Ruf.

19.01.2017
  • ROLF OBERTREIS

Die US-Justizministerin macht die Deutsche Bank direkt für den Ausbruch der weltweiten, dramatischen Finanzkrise mitverantwortlich, die auch Anleger und Steuerzahler in Deutschland sehr viel Geld gekostet hat.

Bankchef John Cryan mag zwar nicht mehr in den Rückspiegel schauen. Aber der Blick zurück ist notwendig. Vor allem, weil er die Ära Josef Ackermann in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. In dessen zehnjährige Amtszeit und auch in die Phase unter der Regie des damaligen Investmentbankchefs und Ackermann-Nachfolger Anshu Jain fallen die windigen und betrügerischen Geschäfte, die die Bank seit 2012 fast 20 Milliarden Euro gekostet haben.

Zahlen müssen dafür aber weder Ackermann noch Jain, dafür aber die Aktionäre mit einem dramatischen Kursverfall und dem mehrjährigen Ausfall der Dividende. Außerdem 9000 Beschäftigte, die durch den notwendigen Sparkurs in den nächsten Jahren ihren Job verlieren. Sie werden sich fragen, ob nicht Ackermann und Jain zur Kasse gebeten werden sollten. Spätestens auf der Hauptversammlung im Mai wird das Thema auf den Tisch kommen müssen.

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19.01.2017, 06:00 Uhr

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