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Das neue Zentrum überzeugt
Ortsvorsteherin Sabine Breil informierte die Teilnehmer des CDU-Stammtisches Jürgen Herbst (von links), Manfred Maier und Tobias Bronner, CDU-Vorsitzender, über das neue Gemeindezentrum in Sigmarswangen. Bild: Schwind
Parteien

Das neue Zentrum überzeugt

Zum dritten Stammtisch traf sich die Sulzer CDU, dieses Mal in Sigmarswangen. Der Vorsitzende von „Unser Laden“ gab einen Einblick in die Genossenschaft.

26.04.2017
  • Herold Schwind

Im 22. Jahr seit der Gründung von „Unser Laden“ beschäftigt dieser vier Mitarbeiterinnen und hat 179 Mitglieder. Der Vorstandsvorsitzende Erwin Hauser erklärte den Teilnehmern der Vor-Ort-Besichtigung, dass der umsatzschwache Laden genau so geprüft wird wie die umsatzstärkeren, was zu einer teuren Angelegenheit für die „Kleinen“ wird.

Zurzeit beschäftigt die Ladenverantwortlichen eine Zukunftswerkstatt. Dabei wird durchleuchtet, wie man den Laden auf die Gewinnerseite bringen kann und ob er noch im Jahr 2020 existiert. Die Einrichtung trägt sich schon seit der Gründung nicht alleine und muss durch Sonderaktionen unterstützt werden. Der Laden müsste, um kostenneutral zu arbeiten, mindestens 6000 Euro Umsatz in der Woche haben, was zu einem Jahresumsatz von etwa 300000 Euro führen würde, erklärt Hauser. Bis in 14 Tagen sollen die Auswertungen abgeschlossen sein.

Als zweite Anlaufstelle besichtigten die Teilnehmer das neue Gemeindezentrum in Sigmarswangen. Ortsvorsteherin Sabine Breil führte durch die Räumlichkeiten. Dabei zeigten sich die Besucher von der 1,83 Millionen Euro teuren Einrichtung angetan. Die Meinung war, dass hier ein gelungenes Bauwerk entstanden ist. Die Räume erstrecken sich über zwei Ebenen. Sehr gut kam die 70000 Euro teure Küche an, die durch die Erlöse des Fördervereins finanziert wurde.

Bauplätze durchaus gefragt

Als dritte Station wurde das künftige Baugebiet in der Rittwegstraße begutachtet. Sabine Breil sprach von 20 Bauplätzen, sollte das ganze Gelände erschlossen werden. „Die Nachfrage an Bauplätzen ist schon da“, erklärte die Ortsvorsteherin. Das ganze ziehe sich jedoch unnötig in die Länge, da man mit Grundstückbesitzer noch nicht einig sei. In der Verkehrsführung sollen Wendehämmer am Ende der Sackgassen entstehen. Das neue Baugebiet muss man sich spiegelverkehrt zum Jetzigen vorstellen.

Gespannt waren die Teilnehmer auf die Diskussionen zu lokalen sowie landes- und bundespolitischen Themen beim anschließenden Stammtisch im Bürgerstüble in Sigmarswangen. Als erstes berichtete das Gemeinderatsmitglied Manfred Maier über die lokale Sulzer Politik. Von der CDU-Fraktion im Gemeinderat läuft der Antrag, die verbilligten Kinderzahlpreise der Bauplätze bis zum zweiten Lebensjahr eines Kindes auszudehnen.

Für den Sulzer Krämermarkt wurde eine Vertragsverlängerung bis zum Dezember diesen Jahres mit dem Schausteller unterzeichnet. Danach sollen es nur noch ein Frühjahrs- und ein Herbstmarkt geben. Das Standesamt in Sulz wird mit dem aus Dornhan eine Kooperation eingehen, dadurch verspricht man Kostenersparnisse.

Auf die Anfrage von Klaus Schaible, ob das Schlachthaus in Holzhausen abgebrochen werden soll, konnte niemand eine genaue Antwort geben. Das Schlachthaus in Holzhausen ist die letzte Anlaufstelle in der Gesamtstadt, in der noch Hausschlachtungen durchgeführt werden können.

Vorsprung nun ausnutzen

Natürlich wurde auch über das neue Gewerbegebiet „In Park Sulz/Vöhringen“ diskutiert. Die Vermarktung der Plätze läuft recht gut, erklärte Manfred Maier. Die einhellige Meinung war, dass Sulz den Vorsprung gegenüber Empfingen jetzt ausnutzen müsse.

Nach Aussage von Herwart Kopp muss das Radwegenetz noch erarbeitet werden und die Mühlbachgemeinden angebunden werden. Oliver Haist, Ortschaftsrat in Sigmarswangen, interessierte, inwiefern es Interessenten für den großen Bauplatz von ehemals Daimler gibt. Es gibt schon Nachfragen, nur noch nichts konkretes, informierte Maier. Der Stuttgarter Raum ist gesättigt, weshalb die Firmen auf das Land ziehen und der Platz sicher verkauft werde.

Der CDU-Vorsitzende Tobias Bronner gab noch einen Abriss über die Bundespolitik. Dabei durfte auch die AfD nicht fehlen. Nach seinem Empfinden lässt die Euphorie in Deutschland für die Partei deutlich nach, was man an den Wählerstimmen ablesen könne.

Für Hugo Bronner, Schatzmeister der Seniorenunion, ist die Wahl in Frankreich gut abgelaufen. Für ihn ist ein kaputtes Europa unmittelbar mit einem möglichen Krieg verbunden. Für ihn ist es unmöglich, wenn fast dreißig Jahre nach der Wende eine Nachfolgerpartei der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) an die Regierung kommen würde.

Sabine Breil interessierte, wie es mit den kleinen Grundschulen weiter geht und wie lange sie noch durchhalten. Die jungen Lehrer wollen nicht aufs Land zum Unterrichten. Hugo Bronner möchte diese Problematik beim Besuch der Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann in Horb ansprechen.

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26.04.2017, 01:00 Uhr

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