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Das neunte Lorettofest lockte mit einem vielseitigen Angebot
Auch die jungen Festgäste sollen Spaß haben – hier beim Barfuß-Parcours.
Tausende waren in Feierlaune

Das neunte Lorettofest lockte mit einem vielseitigen Angebot

Beim Lorettofest am Samstag verwandelte sich das Areal in der Südstadt zehn Stunden lang in ein Festivalgelände mit Spiel, Sport und Musik. Vieles hat schon seit acht Jahren Tradition, das Organisationsteam Lorettina setzte aber auch neue Akzente.

10.09.2012
  • Sascha Geldermann

Tübingen. Jedes Jahr entscheiden die Organisatoren neu, ob es ein Fest gibt. Das hängt davon ab, ob sich genug Helfer für die zeitaufwendigen Vorbereitungen finden. Am Samstag hat es zum neunten Mal in Folge geklappt. Andreas Greis übernahm zum fünften Mal die Koordination und hat mittlerweile ein umfangreiches Netzwerk aufgebaut. 80 Helfer waren im Einsatz, fast 50 Betriebe luden zum Tag der offenen Tür, auf zwei Bühnen gab es bis Mitternacht Programm.

Die Essenstände werden inzwischen extern vergeben. Geld kommt durch den Getränkeverkauf und die Anzeigen im Programmheft in die Kassen. „Bei so einem sonnigen Wetter haben wir auch keine Probleme damit, das Fest zu finanzieren“, sagte Greis. Nach seinen Schätzungen zog es 5000 Menschen an. Da bleibe sogar noch Geld für andere Projekte und als Rücklage für verregnete Feste übrig.

Der Nachmittag gehörte vor allem den Familien mit jungen Kindern. Vom Basteln über Spiele-Stationen bis zum Kaspertheater gab es vielseitige Angebote für junge Gäste. Eine besonders lange Schlange bildete sich vor der Rollrutsche der Hügelschule, die von dem Fest nicht mehr wegzudenken ist.

In diesem Jahr achteten die Organisatoren darauf, viel für Jugendliche zu bieten. „Wer vor acht Jahren als Kind zum ersten Lorettofest kam, will heute nicht mehr auf der Rollrutsche fahren“, sagte Greis. Und so standen auch ein Schminkkurs für Jugendliche und Breakdance auf dem Programm. An sportlichen Angeboten fehlte es nicht. Der Hockey Club Tübingen war genauso vor Ort wie der Turnverein Derendingen mit freiem Basketballtraining. Der Allgemeine Deutscher Fahrrad-Club hatte einen Parcours aufgebaut. Bei ihm ging es um die Geschicklichkeit.

Umbau zwischen 18 und 19 Uhr: Spiele-Stationen, Flohmarktstände und Sportangebote verschwinden. Es sind nun weniger Kinder und mehr Erwachsene unterwegs. Jetzt dreht sich alles um die Musik auf den beiden Bühnen, die über den ganzen Tag verteilt so ziemlich alle Stilrichtungen abdeckte.

Rock, Jazz, Blues, Funk – die Band BariQ vereinte schon alleine viele Stile und konnte ein großes Publikum mit Covern berühmter Lieder wie Nirvanas „Smells Like Teen Spirit“ für sich gewinnen. Die sechs Musiker stammen teilweise aus dem Loretto-Viertel, teilweise auch aus Dußlingen. „Ich war vor zwei Jahren eigentlich als Ersatz bei der Band eingesprungen – und bin bis heute geblieben“, sagte Sängerin Barig Nalbantian.

Am Abend ließ sich abseits der Bühnen auch noch ein ruhiger Ort entdecken. In einem Innenhof lasen Loretto-Bewohner wie im Vorjahr Kurzgeschichten, begleitet von drei Barock-Musikern. „Auch bei so einem fröhlichen und lauten Fest möchten wir etwas Leises bieten“, sagte Frank Suppanz, der die Lesung wie im Vorjahr organisierte.

Das Publikum hörte vier kurze Geschichten. Die 16-jährige Noemi Schäfer las einen humorvollen Text aus dem Buch „Mein Ich und mein Leben“, und Sabine Herbrüggen präsentierte zwei Geschichten, die zum Nachdenken anregten.

Frank Suppanz las das 15. Kapitel seines eigenen unterhaltsamen Romanprojekts „Die Baugruppe“, das autobiografische Züge trägt. Schließlich geht es um ein Paar, das sich aufgrund der „desolaten Lage auf dem Tübinger Wohnungsmarkt“ einer Baugruppe im Loretto-Viertel anschließt. Suppanz unterhielt rund 60 Zuhörer damit – wobei die Loretto-Bewohner wissender lachten als der Rest des Publikums.

Das neunte Lorettofest lockte mit einem vielseitigen Angebot
Am Samstag war sie mal wieder beim Lorettofest zu Gast: die Tübinger Folkrock-Formation Tanglefoot mit irischer Tanzmusik und Balladen. Bilder: Faden

Das neunte Lorettofest lockte mit einem vielseitigen Angebot
Polynesische Tänze: die Gruppe Riro Rapa Nui.

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10.09.2012, 12:00 Uhr

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