Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Nur Weltbester

David Pricking gewann bei der Zauberkunst-Weltmeisterschaft in der Close-up-Kategorie

David Pricking ist Weltbester in einer Disziplin, die sich Close-up nennt. Es handelt sich dabei um eine Untergruppe der Zauberkunst. Mitte Juli holte der Tübinger sich bei der Weltmeisterschaft in Rimini in dieser Kategorie den ersten Platz .

20.07.2015
  • ust

Tübingen. Letztes Jahr gewann David Pricking die deutsche Meisterschaft. Das TAGBLATT schrieb damals: „Ob er sich im Jahr 2015 bei der nächsten magischen Weltmeisterschaft den ersten Platz holt, diese Vorhersage wagt Pricking nicht. Der Wille ist jedenfalls da.“

Zum Willen gesellte sich das Können. Pricking überzeugte die Fachjuroren mit einer Nummer, die es in dieser Form noch nie gegeben hat. In seiner Kategorie konkurrierten zwanzig Teilnehmer unterschiedlicher Nationen. Pricking errang die höchste Punktezahl. Er verfehlte die 80 Punkte, die für den offiziellen Weltmeistertitel notwendig sind, jedoch um einen halben Punkt. Deshalb darf er sich „nur“ Weltbester nennen..

Schwerer als Pricking kann es sich ein Zauberkünstler kaum machen. Er zaubert sozusagen mit offenen Karten, denn er zaubert kurzärmelig, was ein echtes Handicap ist beim Verschwinden- und Erscheinen-Lassen von Gegenständen. Und er zaubert, anders als auf dem Bild, an einem Glastisch. Der Glastisch dient als Ablage für Münzen, Uhren und Karten. Glastische sind für Zauberer nicht nur aus optischen, sondern auch aus akustischen Gründen Gift. „Niemand macht was auf Glas, weil man hier alles hört“, kommentiert Pricking seine Innovation.

Es kann also nicht mit rechten Dingen zugehen, wenn eine Münze auf einem Glastisch von einer Karte unter eine andere wandert. Die Münzen spazieren selbstständig herum, währenddessen verändern die Uhrenzeiger ihre Stellung. „Zeit ist relativ“, erläutert Pricking auf der Bühne die magische Sensation. Sie hat eine tragische Dimension, denn Pricking lag wegen eines Osteosarkoms fast ein Jahr in der Klinik. Hier habe er erfahren, wie Zeit sich dehnt, wie eine Stunde zur Ewigkeit werden und umgekehrt, eine Woche rasend schnell vergehen kann.

„Das Tollste ist“, sagt Pricking über die WM, „dass ich Korea hinter mir gelassen habe.“ Südkorea ist nämlich „die Zaubernation der Welt“. Dort kann man Zauberkunst an der Uni studieren. „Die können sich 15 Stunden am Tag der Zauberei widmen“, so Pricking. Als Mathematiklehrer kann er das nicht. Bislang zehrt er noch von den Trainingsstunden, die ihm die Elternzeit ließ.

David Pricking gewann bei der Zauberkunst-Weltmeisterschaft in der Close-up-Kategorie

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

20.07.2015, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball