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Finanzen

Dax-Konzerne wollen Deutsche Bank stützen

Braucht die Deutsche Bank frisches Geld? Die Unsicherheit heizt Spekulationen an. Mehrere Dax-Konzerne sollen eine Kapitalspritze erwägen.

08.10.2016
  • DPA

Frankfurt. Die Spekulationen über eine Geldspritze für die angeschlagene Deutsche Bank reißen nicht ab. An einer möglichen Kapitalerhöhung könnten sich Berichten verschiedener Medien zufolge sowohl große US-Banken als auch andere Dax-Konzerne beteiligen. Eine Sprecherin des größten deutschen Geldhauses wollte diese Informationen nicht kommentieren.

Der „Spiegel“ berichtete zudem vorab aus seiner neuesten Ausgabe, die Deutsche Bank könne auf weitere Unterstützung ihres größten Aktionärs, der Herrscherfamilie des Emirats Katar, hoffen. Die Scheichs erwägen demnach, gemeinsam mit anderen Investoren ihren Anteil auf bis zu 25 Prozent aufzustocken. Dem Institut droht in den USA eine Rekordstrafe von maximal 14 Milliarden Dollar (12,5 Milliarden Euro) in Vergleichsverhandlungen um Hypothekengeschäfte aus Zeiten vor der Finanzkrise.

Regierung hält sich bedeckt

Die Bank hatte zwar kürzlich mitgeteilt, die Summe werde erheblich niedriger ausfallen. Dennoch sind Anleger verunsichert, zumal dies nicht die einzige juristische Baustelle der Bank ist. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) lehnte es ab, über staatliche Unterstützung für die Deutsche Bank zu spekulieren. „Ich halte nichts von Spekulationen über Dinge, die nicht anstehen“, sagte er. „Aber dass wir ein Interesse daran haben, dass die Deutsche Bank wieder ein stabiles Kreditinstitut wird, das national und international erfolgreich ist, das ist doch völlig klar.“

Dem „Handelsblatt“ zufolge sprachen Topmanager mehrerer Dax-Konzerne in den vergangenen Tagen über einen Rettungsplan für die Deutsche Bank. Einige der Konzerne prüfen demnach, ob es möglich wäre, sich an einer etwaigen Kapitalerhöhung der Bank zu beteiligen, berichtete die Zeitung – ohne einzelne Konzerne namentlich zu nennen.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, die Deutsche Bank lote in den USA die Möglichkeiten einer Kapitalerhöhung oder von Spartenverkäufen aus. Große Wall-Street-Banken hätten dem Institut angeboten, bei einer Kapitalerhöhung von bis zu fünf Milliarden Euro zu helfen, sollte die Bank diese wegen hoher Kosten für Rechtsstreitigkeiten benötigen. dpa

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08.10.2016, 06:00 Uhr

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