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Defekte Gewindestifte im Atomkraftwerk Philippsburg entdeckt
Das Kernkraftwerk Philippsburg. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv dpa/lsw
Stuttgart/Philippsburg

Defekte Gewindestifte im Atomkraftwerk Philippsburg entdeckt

Bei Arbeiten im Atomkraftwerk Philippsburg 2 ist ein Defekt an Absperrklappen im Kühlsystem entdeckt worden.

26.04.2016
  • dpa/lsw

Stuttgart/Philippsburg. Bei drei Klappen hätten sich Gewindestifte gelöst, teilte das Umweltministerium am Dienstag in Stuttgart mit. Es gebe keine Hinweise auf eine Fehlfunktion der betroffenen Absperrklappen. Die Gewindestifte sollen künftig zusätzlich gesichert werden. Der Reaktor ist zurzeit für Revisionsarbeiten abgeschaltet.

Weil in dem Atomkraftwerk vorgetäuschte Sicherheitsprüfungen aufgedeckt wurden, verbot das Umweltministerium, das für die Atomaufsicht zuständig ist, vorerst den Reaktor wieder anzufahren. Der Betreiber EnBW hatte die Vorfälle selbst entdeckt und angekündigt, sie lückenlos und transparent aufzuarbeiten.

Drei Mitarbeiter einer Fremdfirma hatten in dem Atomkraftwerk Sicherheitsprüfungen dokumentiert, die sie gar nicht vorgenommen hatten. Außerdem waren Prüfprotokolle vordatiert worden, um verpasste Termine zu vertuschen.

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26.04.2016, 12:40 Uhr | geändert: 26.04.2016, 12:00 Uhr

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