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Dekra will Schadstoffe wegwaschen
Peter Erben (li.) und Susanne Jalow haben bei der Staatsanwaltschaft Anzeige gegen OB Kuhn erstattet. Foto: dpa
Luft

Dekra will Schadstoffe wegwaschen

Im Kampf gegen Feinstaub muss Stuttgart ranklotzen. Für 2017 sind weitere Maßnahmen geplant.

25.01.2017
  • DOMINIQUE LEIBBRAND

Stuttgart. OB Fritz Kuhn (Grüne) gerät im Kampf gegen Schadstoffe immer mehr unter Druck: Die Strafanzeige zweier Bürger gegen ihn wegen Körperverletzung mit Todesfolge und unterlassene Hilfeleistung vom Montag ist der jüngste Höhepunkt. Ihr begegnete der Rathauschef betont gelassen – Stadt und Land unternähmen für reine Luft so viel wie seit Jahren nicht.

Locker lassen geht da nicht, 2017 will die Stadt deshalb weitere Maßnahmen anstoßen, um die Luft zu verbessern. Gelingt das nicht, drohen ab 2018 Fahrverbote. Rund zehn Unterfangen sind für dieses Jahr derzeit geplant. Dazu gehört unter anderem der Versuch einer Nassreinigung auf der Bundesstraße 14, die am Feinstaub-Hotspot Neckartor vorbeiführt. Die Prüforganisation Dekra hat diese Säuberungsaktion vorgeschlagen und wird sie durchführen.

Studie zu E-Taxen

Noch im Frühjahr soll zudem die Mooswand nahe des Neckartors vollständig stehen – dort soll wissenschaftlich untersucht werden, inwieweit Moose Luftschadstoffe reduzieren können. Für einen guten Luftaustausch sollen auch mehr Bäume und Sträucher sorgen. 1,76 Millionen Euro stehen im Doppelhaushalt 2016/2017 für die Begrünung der Stadt zur Verfügung. Die Kapazitäten zwischen Dürrlewang und Remseck im Kreis Ludwigsburg sollen über eine Stärkung und Verlängerung der Stadtbahnlinie U 12 erweitert werden, „was sich insbesondere auf den Innenstadtbereich entlastend auswirkt“, sagt ein Rathaussprecher.

E-Mobilität soll 2017 ebenfalls ein großes Thema spielen: Ab Februar soll eine Studie zur E-Taxi-Förderung erstellt werden, die Stuttgarter Straßenbahnen erneuern zudem nach und nach ihre Busflotte beziehungsweise stellen diese auf alternative Antriebe um. Die Ausweitung von Tempo-40-Strecken gilt im Rathaus ebenfalls als ein Baustein im Kampf für bessere Luft. Insgesamt umfasst der Katalog möglicher Steigungsstrecken im Stadtgebiet 45 Kilometer.

Der aktuelle Feinstaub-Alarm läuft unterdessen weiter: Die Stadt hat ihn bis Freitag verlängert. Dominique Leibbrand

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25.01.2017, 06:00 Uhr

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