Kreis Freudenstadt · Naturschutz

Den Vögeln ein Nest bereiten

Der Naturschutzbund (Nabu) Freudenstadt zeichnete in diesem Jahr wieder zahlreiche Schwalben-Freunde aus.

27.10.2020

Von NC

Bei Familie Müller in Seewald fühlen sich Rauchschwalben im Pferdestall wohl. Für ihr Engagement, Schwalben eine Nistmöglichkeit zu bieten, zeichnete der Nabu die Familie aus. Bild: Nabu

Bei Familie Müller in Seewald fühlen sich Rauchschwalben im Pferdestall wohl. Für ihr Engagement, Schwalben eine Nistmöglichkeit zu bieten, zeichnete der Nabu die Familie aus. Bild: Nabu

„Seit Jahrhunderten gehören Schwalben wie selbstverständlich zu unseren Mitbewohnern“, schreibt Peter Kappel vom Sprecher-Gremium des Nabu Freudenstadt. Sie leben in Dörfern oder auch in Städten. Jährlich wechseln sie ihren Wohnort zwischen Brutplätzen und Winterquartieren und sind deshalb hierzulande nur zwischen März und Oktober zu sehen.

Die Schwalbe gilt als brutplatztreuer Vogel. Immer wieder kehrt sie zu ihrem alten Nest zurück, um zu brüten. Dies ist ein großer Vorteil, denn die Suche nach einem geeigneten Nistort könnte besonders nach ihrer anstrengenden Reise vom Winterquartier nach Mitteleuropa zum Problem werden.

In der Regel treffen die Rauchschwalben, die dann 10000 Kilometer hinter sich haben, im Landkreis Freudenstadt häufiger und früher ein als die Mehlschwalben.

Aufgrund mangelnder Nistmöglichkeiten, fehlender Nistmaterialien und abnehmenden Nahrungsangeboten zählt man immer weniger von den sogenannten „Glücksbringern“. Das falle besonders den älteren Bürgern, berichtet Peter Kappel.

Der Nabu Freudenstadt setzt sich für diese Singvögel, Rauch- und Mehlschwalbe, besonders ein und würdigt Menschen in der Region, die Schwalbennester an oder in ihren Gebäuden haben.

So wurden auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Schwalben-Freunde mit Plaketten und Urkunden ausgezeichnet: Beispielsweise in Seewald Familie Müller, bei der Rauchschwalben unermüdlich ihre Nester im Pferdestall bauen, und das Ehepaar Waidelich mit ihren sagenhaften 20Rauchschwalbennestern und 52 Mehlschwalbennestern, verteilt auf Stall und Wohnhaus.

Diese Auszeichnung ist als ein großes Dankeschön zu verstehen und attestiert gleichzeitig vorbildhaftes Verhalten beim Natur- und Tierschutz, so der Nabu.

Als besonders angenehm empfänden die Bewohner der schwalbenfreundlichen Häuser, dass sie und die Tiere in den Stallungen kaum noch von Fliegen belästigt werden.

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Erstellt:
27.10.2020, 01:00 Uhr
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zuletzt aktualisiert: 27.10.2020, 01:00 Uhr

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