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Den deutschen Klubs drohen schwere Achtelfinal-Gegner
Die Dortmunder Torschützen Pierre-Emerick Aubameyang (links) und Marco Reus feiern das 2:2 in Madrid und den damit verbundenen Sieg in der Gruppe F. Im Achtelfinale wartet nun Benfica Lissabon, Manchester City, Paris Saint-Germain, FC Porto oder der FC Sevilla. Foto: Getty
Champions League

Den deutschen Klubs drohen schwere Achtelfinal-Gegner

Gruppensieger Borussia Dortmund sowie die Zweitplatzierten Bayern München und Bayer Leverkusen fiebern der Auslosung am Montag in Nyon entgegen.

09.12.2016
  • SID/DPA

Nyon. Marcel Schmelzer grinste breit und schüttelte dann energisch den Kopf. „Für Euch wäre das vielleicht schön, aber wir wollen nicht unbedingt nach Sevilla reisen“, sagte der Kapitän von Vizemeister Borussia Dortmund auf die Frage von Journalisten nach seinem Wunschgegner für das Achtelfinale der Champions League. Der FC Sevilla, zuletzt dreimal in Serie Europa-League-Sieger, gehört zu den dicksten Brocken, die der Gruppensieger Dortmund bei der Auslosung am Montag in Nyon erwischen könnte. Genau wie den jeweiligen Gruppenzweiten Bayern München und Bayer Leverkusen droht dem BVB für die Runde der besten 16 in Europas Königsklasse ein „Hammerlos“.

Denn der „kleine Vorteil“, als den Dortmunds Torhüter Roman Weidenfeller den Gruppensieg nach dem entscheidenden 2:2 bei Titelverteidiger Real Madrid bezeichnete, ist nur theoretischer Natur: Obwohl die Westfalen einigen Branchengrößen wie dem FC Barcelona oder Atlético Madrid vorerst aus dem Weg gehen, warten auch im Topf der Zweitplatzierten große Namen. So könnte der BVB neben Sevilla auch auf die Starensembles von Paris Saint-Germain oder Manchester City mit dem ehemaligen Bayern-Coach Pep Guardiola treffen. „Wer möchte seine Hand ins Feuer legen, dass ein Gruppenzweiter im Achtelfinale das leichtere Los ist?“, hatte BVB-Coach Thomas Tuchel bereits vor dem abschließenden Vorrundenspiel in Madrid rhetorisch gefragt. Zwar können die acht Gruppensieger in der ersten K.o.-Runde nicht aufeinander treffen. Weil zudem Duelle mit Teams aus dem eigenen Land und der eigenen Vorrundengruppe ausgeschlossen sind, bleiben für die Borussen allerdings trotzdem nicht allzu viele „leichte“ Gegner übrig. Lediglich die Portugiesen vom FC Porto und Benfica Lissabon versprechen, zumindest auf dem Papier, eine einfachere Aufgabe. Für Dortmunds Thomas Tuchel alles nicht so wichtig. Wichtiger sind dem Trainer Erkenntnisse – die gab es reichlich zu gewinnen. Erstens: Seine Mannschaft, die fast aller Verletzungssorgen ledig ist, kann mit wahrscheinlich jeder Mannschaft der Welt auf Augenhöhe spielen. Zweitens: Die Offensive ist eine Waffe – das zeigt der Champions-League-Rekord von 21 Toren in der Gruppenphase. Aber, zum Dritten: Mit einer Defensivleistung wie am Mittwochabend wird es ganz, ganz schwer werden. Zu einfach konnte Karim Benzema (27./53.) seine Tore erzielen, zu viele Chancen ergaben sich für Cristiano Ronaldo und immer wieder Benzema. Schmelzer erinnerte die „jungen Spieler“ daran, dass Fußball nicht aus Toreschießen allein besteht. Ohne den überragenden Schlussmann Roman Weidenfeller hätten es sechs oder sieben Gegentore werden können.

Auch für den Gruppenzweiten Bayern München ist die Chance auf ein mutmaßlich leichtes Los statt einem wirklich schweren Gegner nicht viel schlechter als für den Sieger der Gruppe F Dortmund. Zwar könnten die Münchner durchaus ein heißes Duell mit FC Barcelona, Juventus Turin oder dem FC Arsenal rund um Weltmeister Mesut Özil erwischen, genauso winken ihnen jedoch auch niedrigere Hürden wie der AS Monaco, der SSC Neapel oder Englands in der Liga kriselnder Sensationsmeister Leicester City.

Ähnlich ist die Situation für Leverkusen, auch wenn für die Rheinländer statt Monaco Vorjahresfinalist Atlético Madrid hinzukommt.Glaubt man den Beteiligten ist der Gegner in der nächsten Runde ohnehin „ziemlich wurscht“ und „Jacke wie Hose“, wie etwa der Münchner Mats Hummels betonte. „Nur nicht ManCity oder Paris“, sagte Dortmunds Sebastian Rode. Marcel Schmelzers Lieblingsziel ist schlicht „Portugal“. Knifflig kann die Aufgabe für alle deutschen Teams werden. Wer außerdem wie erklärtermaßen die Bayern den Titel gewinnen will, muss ohnehin in der Lage sein, jeden Gegner zu schlagen. So sieht es auch Dortmunds Mittelfeldstratege Julian Weigl pragmatisch: „Es ist kein Wunschkonzert.“ sid/dpa

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09.12.2016, 06:00 Uhr

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