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Anpfiff

Denkprozess angestoßen

Ihre Geschichte reicht nicht selten Jahrzehnte zurück, doch ein bisschen hat es den Anschein, als stünden die traditionellen Pokalturniere des Sommers an einem Scheideweg.

02.08.2014
  • Gerd Braun

Immer häufiger finden sich Gastmannschaften inmitten gewachsener Teilnehmerfelder, die jedoch so nicht mehr zu halten sind. Besser dürfte es diesbezüglich in den kommenden Jahren kaum werden. Die klassische, mit acht Teams besetzte Vorrunde ist in Zeiten des Trends hin zu Spielgemeinschaften in ihrer Ursprungs-Konstellation oft nur noch umsetzbar, wenn man die Fühler ausstreckt, Mannschaften die Teilnahme anbietet, die per se nicht Teil der Turnier-Tradition sind.

Dies hat natürlich auch seine positiven Effekte. So lernen sich die Spieler zunehmend auch über die Grenzen der Bezirke hinweg kennen. Langfristig aber stellt sich die Frage: wo geht’s hin mit den Pokalturnieren?

Andreas Hug, neuer Trainer der SG Ahldorf-Mühlen stellt unabhängig von der Spielgemeinschafts-Problematik fest, dass die Kicker heutzutage längst nicht mehr so heiß sind, ein Turnier zu spielen, wie dies vielleicht noch vor zehn, 15 oder noch mehr Jahren der Fall gewesen war. „Urlaub würde heute kaum noch einer nehmen. Früher waren alle heiß, dass sie da mitspielen“, schätzt Hug die Befindlichkeiten – Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel – ein. Nun, Urlaub zu nehmen braucht man in der Regel nicht, wenn die Turnierspiele freitagabends beginnen und meist spätestens am Sonntagabend entschieden sind.

Aber allein schon die Bereitschaft, den überwiegenden Teil des Wochenendes auf einem Sportplatz zu verbringen, scheint zurückzugehen. Es gibt massig Reize und Interessen, die eine geliebte Alternative zur sportlichen Gemeinschaft und dem kameradschaftlichen Kampf um sportliche Erfolge darstellen. Von daher hat man von verschiedenen Seiten vielleicht den Modus des Horber Stadtteilpokalturniers vorschnell in eine Schublade gesteckt. In der Denke, traditionelle Turniere betreffend, ist vielleicht auch im Kopf noch ein großes Stück der Tradition verhaftet.

Es könnte also durchaus sein, dass der ASV Rexingen mit seinem Modus, nach dem es direkt im K.O.-Prinzip aufs Finale zuging, einen Denk- und Diskussionsprozess angestoßen hat, für den die Zeit gerade reif ist. Zwar entsprach die Besucherresonanz am Rexinger Fohlengarten nicht dem, was man von vielen anderen Turnieren (noch) gewohnt ist. Aber ein gedanklicher Austausch über die Zukunftsperspektiven solcher Turniere scheint geboten: „Da sollte man vielleicht einmal einiges überdenken“, sagt auch Andreas Hug, aus eigener Erfahrung wissend, dass auch im hiesigen Amateurfußball nichts beständiger ist als die Veränderung.

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02.08.2014, 12:00 Uhr

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