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"Depps Hunde waren nicht so gefährlich"
Zwischen Fotografen, Kameraleuten und Bodyguards auf dem Weg zum Magistratsgericht von Southport: Amber Heard und Johnny Depp. Foto: dpa
Amber Heard kommt in Australien mit Geldstrafe und Verwarnung davon

"Depps Hunde waren nicht so gefährlich"

Amber Heard bezahlt eine Geldstrafe von umgerechnet 678 Euro, dann ist ihre illegale Hundeeinfuhr in Australien gesühnt - falls sie das nicht noch einmal versucht. Das hat ein Gericht in Southport entschieden.

19.04.2016
  • SISSI STEIN-ABEL

Southport. Die Ankunft einer in Honolulu gestarteten Gulfstream V am Sonntag am Flughafen der Goldküste Australiens wurde behandelt wie eine Mission der höchsten Geheimhaltungsstufe. Aber eigentlich konnte das nur eins bedeuten: Johnny Depp und seine Frau Amber Heard waren im Privatjet des Hollywood-Superstars angereist.

Das Paar war auf dem Weg zur Gerichtsverhandlung gegen Heard, die zuvor vier Anhörungsterminen ferngeblieben war. Der 29-jährigen US-Amerikanerin wurde vorgeworfen, ihre beiden Yorkshire-Terrier Boo und Pistol im Mai 2015 nach Australien geschmuggelt und in der Ankunftskarte verschwiegen zu haben. Und so boxten Kameraleute, Fotografen und Reporter gestern vor dem Magistratsgericht in Southport, einem Ortsteil der Goldküste unweit von Surfers Paradise, um die besten Plätze, als sich das schwarz gekleidete Duo, sie aufgehellt mit weißer Bluse, er verdunkelt mit Sonnenbrille, den Weg in den Gerichtssaal Nummer zehn bahnte.

Das war schon fast das Aufregendste an dem Termin, denn die Höchststrafe von zehn Jahren Gefängnis und mehr als 72 000 Euro Geldbuße wegen Verstoßes gegen das Quarantäne-Gesetz waren schnell vom Tisch. Die Staatsanwaltschaft ließ zwei der drei Anklagepunkte fallen, nämlich die illegale Einfuhr der Hunde, und Heard bekannte sich der falschen Angaben in der Ankunftskarte schuldig. Am Ende kam sie mit einer Verwarnung und 1000 australischen Dollar (678 Euro) Geldbuße davon. Einen Monat lang darf sie sich nichts zuschulden kommen lassen. Ein Traumurteil für Heard.

Schon letztes Jahr hatte Heard den Deal vorgeschlagen, doch das Landwirtschaftsministerium hatte Veto eingelegt, nachdem Minister Barnaby Perkins den Promis den "War on Terrier", den Krieg gegen die Schoßhündchen, erklärt hatte. Gestern räumte selbst der Staatsanwalt ein, Boo und Pistol hätten "keine übermäßige Gefahr für die Biosicherheit" des Landes dargestellt. Das Gesetz zur Biosicherheit, das die Einfuhr und Verbreitung gefährlicher Organismen verhindern soll, sei dazu da, "um gefährlichere Straftäter als diesen hier abzuschrecken".

Heards Anwalt bat vor dem Magistratsgericht darum, der unbescholtenen Schauspielerin, die am Samstag 30 Jahre alt wird, lediglich eine Geldbuße aufzubrummen, "damit sie auch künftig ins Ausland reisen und dort arbeiten kann".

Heard habe angenommen, mit den Quarantäne-Papieren der Hunde sei alles in Ordnung, da sich Depps persönliche Assistenten darum gekümmert und ihr keinerlei Probleme signalisiert hätten, sagte der Anwalt. Und: "Sie ist freiwillig nach Australien zurückgekehrt und möchte sich öffentlich entschuldigen."

Das tat Amber Heard in einem Video, das Richterin Bernadette Callaghan als Beweis für die Reue akzeptierte. Am Ende des Videos brummt Depp: "Deklariert alles, wenn Ihr in Australien ankommt!"

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19.04.2016, 06:00 Uhr

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