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Der unverzichtbare Leitwolf

Der Empfinger Frank Schaible hat trotz seiner 35 Jahre noch nicht genug

Der Leader und seine Rasselbande haben sich in der Fußball-Bezirkliga den Start etwas anders vorgestellt. Leitwolf Frank Schaible (35) gibt sich selbst auch etwas die Schuld dafür, dass seine SG Empfingen derzeit mit nur acht Punkten auf dem elften Tabellenplatz steht. „Ich habe etliche Torchancen nicht genutzt“, übt er Selbstkritik. Kritiklos bleiben dagegen seine jungen Mitspieler. „Sie dürfen eine Schwächephase haben“, sagt Schaible.

18.10.2014
  • Sascha Eggebrecht

Empfingen. Angeblich braucht jede Mannschaft einen Spieler, der das Heft in die Hand nimmt, der Ansagen macht und seine Mitspieler jederzeit mitreißen kann – den sogenannten Leitwolf. Bei der SG Empfingen ist es ohne Zweifel Routinier Frank Schaible. Der 35-Jährige ist der Co-Trainer von Chefcoach Klaus Glöckle und der verlängerte Arm des Trainers auf dem Platz. Seine Aufgabe: er soll die Rasselbande auf dem Platz führen. Denn die meisten seiner Mitspieler sind erst zwischen 18 und 21 Jahre alt. Lediglich Kai Fischer und Kapitän Daniel Trick sind Mittzwanziger.

„Ich drücke schon den Schnitt in die falsche Richtung“, scherzt Schaible, der sich trotz des höheren Alters in der Mannschaft pudelwohl fühlt. „Wir verstehen uns gut und es macht richtig viel Spaß mit den Jungs zu arbeiten und zu spielen. Es wäre auch nicht gut, wenn noch so ein alter Spieler wie ich im Team wäre. Einer reicht“, sagt Schaible, der zu Saisonbeginn nicht auf seiner Sechserposition gespielt hat, sondern im Sturm. Ein fataler Fehler.

„Ich war zu Beginn nicht in Topform und habe doch die eine oder andere Torchance nicht genutzt“, sagt Schaible, der nun aber wieder zu seiner Form zurückgefunden hat und auch das „Projekt Stürmer“ beendet hat. Seit dem er zusammen mit Daniel Trick wieder das Zepter im Mittelfeld der SG Empfingen schwingt, läuft es im Team wieder besser. „Auf dieser Position kann ich für am meisten Ordnung in unserem Spielaufbau sorgen“, erklärt der 35-Jährige, der seine Rasselbande gar nicht unter Druck setzen will. „Die sind alle noch so jung, die dürfen auch Fehler machen und auch mal eine Schwächephase haben“, sagt Schaible, der noch längst nicht ans Aufhören denkt. „Wenn ich von größeren Verletzungen verschont bleibe, dann wird noch lange nicht Schluss sein. Aber ich gucke immer von Jahr zu Jahr. Ich habe mir noch kein Datum gesetzt, wann ich aufhören will. Ich möchte der Mannschaft weiter helfen!“

Seine Hilfe wird am Sonntag nun wieder dringend erforderlich sein. Dann steht nämlich in der Liga ein richtungsweisendes Spiel auf dem Plan – gegen Dornstetten. Der Gegner hat Heimrecht und steht in der Tabelle mit einem Punkt mehr einen Platz vor der SG Empfingen. „In der Vergangenheit gab es gegen Dornstetten immer knappe Ergebnisse. Ich rechne auch nun wieder mit einem engen Ausgang“, sagt Schaible, wohlwissend, dass sich in der momentanen Lage keines der beiden Teams eine Niederlage erlauben darf. „Wer verliert, wird erstmal unten ganz fest mit drinstecken“, sagt er.

Eine Tatsache, die die Verantwortlichen der SG Empfingen vor der Saison vermeiden wollten. „Mit unserem Kader haben wir schon den Anspruch, wenigstens im oberen Tabellendrittel mitspielen zu können“, sagt Schaible, der daher mit seinem Team so schnell wie möglich aus der Gefahrenzone heraus will. Wie das geht, wissen alle. Mit Siegen. „Wir werden optimistisch nach Dornstetten fahren und versuchen, die Punkte mit nach Hause zu nehmen!“ Dafür muss sich im Gegensatz zur jüngsten 0:1-Niederlage gegen Dornhan vor allem eines ändern: „Der Zug zum Tor muss wieder verstärkt werden und dann müssen die Chancen genutzt werden.“

Der Empfinger Frank Schaible hat trotz seiner 35 Jahre noch nicht genug
Der Empfinger Frank Schaible – hier im Zweikampf mit Kai Sieb (SG Ahldorf-Mühlen) – ist auf dem Platz der verlängerte Arm von Coach Klaus Glöckle. Bild: Ulmer

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18.10.2014, 12:00 Uhr

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