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Der Eutinger Ärger wird größer
Zu den parkenden Lastkraftwagen am Alten Bahnhof kommen nun noch Geräte einer Baustelle der Deutschen Bahn hinzu. Für die Anwohner und den Durchgangsverkehr bleibt zeitweise nur wenig Platz. Bild: Feinler
Verkehr

Der Eutinger Ärger wird größer

Obwohl die DB ihre bisher zugeparkte Fläche am Gleisbett des Alten Bahnhofs nun selbst nutzt, hält das Fahrer einer Spedition nicht vom Parken ab.

24.01.2017
  • Alexandra Feinler

Container, Anhänger und andere Baumaterialien lagern neben dem Gleisbett. Dahinter parkt ein weißer Lastkraftwagen, davor ein weiterer und gegenüber einige seiner Geschwister. Begegnungsverkehr ist an diesem Morgen möglich, aber das kann sich bald ändern, erklärt ein Anwohner. „So wenige Lastwagen parken hier aber nicht immer“, ärgert sich ein Anwohner, der lieber anonym bleiben möchte. Seit einigen Wochen muss er die parkenden Transporter rund um sein Haus ertragen. „Die Anzahl von anfangs 20 hat zwar abgenommen, doch trotzdem wird auf beiden Seiten der Straße geparkt“, unterstreicht der Anwohner und erklärt, dass im Ernstfall Feuerwehr und Rettungskräfte aufgrund des Platzmangels erhebliche Schwierigkeiten bekommen dürften.

Gegen Ende vergangener Woche hat die Bahn eine Baustelle in der Region in Betrieb genommen und lagert auf ihrer Fläche Geräte. „Wir dachten, jetzt müssen sich die Laster-Fahrer einen anderen Platz suchen. Endlich hat sich das Problem gelöst“, so der Anwohner. Doch am Abend hatten sich die Lastwagenfahrer rund um die Baugeräte, Container und Baustellenanhänger einen Stellplatz gesucht. „Nun haben wir noch weniger Platz“, beschreibt der Anwohner, der mit Kauf des ehemaligen Bahn-Herrenhauses zur Nutzung der Privatstraße berechtigt ist.

Auch die Nachbarn des Dienstgebäudes sowie die Kunden und Zulieferer von Getränke Digeser und der „BayWa“ sind zur Nutzung berechtigt. Sonst habe niemand etwas auf der Straße verloren. Der Geschäftsführer des Ergenzinger Speditionsunternehmens habe eine Wohnung im ehemaligen Dienstgebäude der Bahn gekauft. Damit sei er berechtigt, Lastwagen vor diesem abzustellen (die SÜDWEST PRESSE berichtete). „Dagegen können wir nichts machen und die Lastwagen stören uns auch nicht“, sind sich die Anwohner des Herrenhauses einig. Jedoch die Trucks vor ihrem Grundstück und auf der Bahnfläche würden den Verkehr zu den beiden Gewerbetreibenden am Alten Bahnhof behindern.

Bereits im vergangenen Gespräch hatte Matthias Digeser, Geschäftsführer von Digeser Getränke, erklärt: „Wir sind nicht gerade begeistert, denn jeden Abend ist hier ein großer Auflauf.“ Von einer Behinderung seiner Zulieferer habe er bisher noch nichts mitbekommen. Das gelte auch für den „BayWa“-Verkehr, betont Thomas Berger. Betroffen sind somit vor allem die Anwohner und die Deutsche Bahn. „Der Anlagenverantwortliche für dieses Gebiet beobachtet die Situation vor Ort und entscheidet dann über Maßnahmen, die das Parken der Laster verhindern sollen. Mögliche Maßnahmen reichen von Absperrbändern, Parkverbotsschilder, Bauzaun, Poller oder Leitplanken“, so die DB Netz.

Nach Angaben von Bürgermeister Armin Jöchle sei auch der Gemeindevollzugsbeamte informiert und habe ein Auge auf die Problematik am Alten Bahnhof. Geschehen sei laut den Anwohnern bisher noch nichts, weshalb sich diese mit dem Problem alleine gelassen fühlen. Dass die Stadt Horb nichts unternehmen könne, weil es sich hierbei um eine Privatstraße handle, leuchtet allen Betroffenen ein. Jedoch hoffen die Anwohner auf eine Lösung von Seiten der Bahn. „Das Verhalten des Speditionsunternehmens geht nicht. Die aktuelle Gefährdung ist nicht haltbar“, kommentierte ein Bahnsprecher, der sich mit dem Anlagenverantwortlichen in Verbindung setzen werde. „Das kann dauern“, meinen die Anwohner, die nur hoffen, dass bis dahin kein Ausrücken aller Rettungskräfte nötig ist.

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24.01.2017, 01:00 Uhr

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