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Der Ex-Bundespräsident wird ausgezeichnet, weil er sich unbeirrt für Freiheit und Toleranz engagiert
Als Bundespräsident war Joachim Gauck 2014 in Tübingen zu Besuch. Archivbild: Sommer
Joachim Gauck erhält den Leopold-Lucas-Preis

Der Ex-Bundespräsident wird ausgezeichnet, weil er sich unbeirrt für Freiheit und Toleranz engagierte

Sein ehrenvolles Staatsamt ist er los, dafür kommen jetzt die ehrenvollen Auszeichnungen: Am 16. Mai erhält Joachim Gauck, der ehemalige Bundespräsident, den Lucas-Preis der Evangelischen Fakultät, die höchste Auszeichnung, die Tübingens Universität zu vergeben hat. Dies teilte die Hochschule gestern mit.

06.04.2017
  • uja

Die Fakultät würdigt mit der Auszeichnung Gaucks „unbeirrtes Engagement für Freiheit und Toleranz wie auch für solide und quellenorientierte wissenschaftliche Arbeit“. Gauck trete aber auch „in Zeiten eines wachsenden politischen Populismus stets gegen eine Verzeichnung geschichtlicher Wirklichkeit aus politischen Gründen ein“. Überreicht wird die mit 50000 Euro dotierte Auszeichnung am Dienstag, 16. Mai, um 17.15 Uhr im Festsaal der Uni Tübingen.

Der 77 Jahre alte Joachim Gauck war von 2012 bis zum 18. März 2017 Präsident der Bundesrepublik Deutschland. Er ist evangelischer Theologe und arbeitete viele Jahre als Pastor. 1989 begründete er das oppositionelle „Neue Forum“ mit, von 1991 bis 2000 war er Stasi-Beauftragter der Bundesregierung. Nach Tübingen kam Gauck schon einen Monat nach seiner Amtseinführung. Im April 2012 besuchte er die Geschwister-Scholl-Schule, sprach im Evangelischen Stift und trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein.

Der Lucas-Preis für Nachwuchswissenschaftler, der am gleichen Tag vergeben wird, geht in diesem Jahr an den aus China stammenden Philosophen Dahan Fan. Er wird für seine Doktorarbeit über „Die Problematik der Interesselosigkeit bei Kant“ ausgezeichnet.

Der Dr. Leopold Lucas-Preis wurde 1972 von Generalkonsul Franz D. Lucas, einem Ehrensenator der Universität Tübingen, gestiftet. Preisträger waren unter anderem der Dalai Lama, Karl Popper und Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker.

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06.04.2017, 15:57 Uhr | geändert: 06.04.2017, 15:42 Uhr

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