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Vorbei an Bauernhof und Hochhaus

Der Grüne Weg um Tübingen (6): Vom Sand bis zum geografischen Mittelpunkt des Landes

TAGBLATT-Leser Alexander Herrmann wandert gerne, liebt Tübingen und hat eine Idee: Ein „Grüner Weg“ soll ausgeschildert werden. Wir stellen den Weg in sechs Etappen vor. Wer will kann beim Abwandern eine Karte oder ein Smartphone in die Hand nehmen – oder sich einfach vom Text leiten lassen.

23.06.2015
  • Alexander Herrmann

Tübingen. Der letzte Teil des Grünen Wegs beginnt beim Waldsportpfad auf dem Sand: Startpunkt einer Weg- und Laufstrecke durch den Schönbuch. Wer mal in die Siedlung hineingeht, wird ganz viele nach Vögeln benannte Straßennamen lesen, den Drosselweg, den Schwalbenweg, den Falkenweg, um nur einige zu nennen. An der Abzweigung des Sandweges, geht´s gegenüber den Hang hoch. An einer Sitzecke, wo man links unter der Straße hindurch zum Tal des Gutleuthausbachs kommt, weiter bergauf am Nordring entlang. Beim Bussardweg rechts dann den Berg hinauf, und man landet an einem historisch interessanten Platz, mit schönem Ausblick, nämlich den Römergräben. Dann weiter am Ostrand von Waldhäuser Ost durch den Wald entlang der Geishalde, dem Abhang ins Goldersbachtal, bis zur Waldorfschule.

Der Grüne Weg um Tübingen (6): Vom Sand bis zum geografischen Mittelpunkt des Landes

Jetzt geht es weiter hinein in den Ortsteil, an der Waldorfschule entlang, dann rechts, mit Blick in den Schulgarten, durch die Kleingartensiedlung. Man kommt wieder an einem großen Sportgelände vorbei, dem Holderfeld, vorbei an Tennisplätzen, und dann zum großen Turnier- und Dressurplatz des Tübinger Reitvereins. Dann hinüber nach Waldhausen, eine kleine, sehr alte Bauernhofsiedlung mit Pferdegehegen und Kuhställen, wo man sich frische Milch vom Hof selber abfüllen kann. Weiter dann durch den Schafbrühl, genannt das „Müsliviertel“, eine neue Wohnsiedlung mit Öko-Häusern, und mit einem Bächlein mitten hindurch.

Dann ist man wieder auf einem Sportgelände und geht an der Geschwister-Scholl-Schule vorbei, weiter zum Studentendorf. Ganz Waldhäuser-Ost ist sehr grün gestaltet, und umgeben von Feld, Wald und Wiesen. Vom Studentendorf abwärts über den Steg über den Nordring, und dann hoch zur Eberhardshöhe. Auf den Bänken könnte man hier ganz lange sitzen, fast die ganze Alb im Blick vom Hohenneuffen bis zum Roßberg, die Hügel vom Sand und vom Österberg, ein Panorama sondergleichen. Diesen Panoramaweg flaniert man entlang bis zum Ehrenmal der Universität für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.

Hier kreuzt ein anderer interessanter Weg mit etlichen Staffeln und Treppen hinunter bis in die Wilhelmsvorstadt. Der Weg geht in die andere Richtung nach oben, und die Straße Auf dem Kreuz weiter, dann kommt wieder eine Blumenwiese, viele Sitzbänke, und eine kleine Terrasse mit weitem Rundblick und über den Dächern der Kliniken sieht man bis zur Wurmlinger Kapelle.

Jetzt nach rechts die Waldhäuser Straße hinauf, vorbei am alten Astronomischen Institut mit seiner interessanten Hausfassade. Dann kommt rechts der Planetenweg, auf dem man etwas erfahren kann über die Bahnen der Planeten rund um die Sonne, dargestellt auf dem Wegepflaster. Hinter der Sternwarte ist eine Analematische Sonnenuhr auf dem Boden zu sehen, wo man, wenn die Sonne scheint, durch den eigenen Schattenwurf die Uhrzeit erkennen kann.

Den Planetenweg zurück, dann rechts hoch bis zum Kinderhaus und dann den Horemer, eine alte Obstwiese, entlang bis zur Johannes-Reuchlin-Straße. Vom Platz vor der St. Paulus-Kirche führt eine mit Kunstwerken begleitete Treppe nach unten, dann über die Eduard-Spranger Straße hinüber, und abwärts in ein schön am Hang gelegenes Gelände mit Turnhalle, Sportplatz, Spielplatz, Kindergarten und Schule.

Nun aber um die Kunsthalle herum, zur Albrecht-Dürer-Straße, wieder rechts, und wieder ein schöner Weg bis zur Albert-Schweizer-Kirche. Rechts herum und gegenüber auf dem Luise-Wetzel-Weg weiter. Auch hier kann man die Natur ausgiebig schön empfinden mit Laufen, Bummeln, Sitzen. Und jetzt ist es gar nicht mehr weit zum Geografischen Mittelpunkt, dem Ausgangspunkt des ersten Teils.

Der „Grüne Weg“ ist ein Wegenetz mit Parks, naturbelassenen Flächen, Obstwiesen, Weinbergen, Spiel- und Sportflächen, Wäldern, Flusstälern, Hausgärten und Gartenbausiedlungen. Die Wegstrecke ist mit 24 Kilometern lang, aber man kann auch nur Abschnitte begehen. Man kann so weit laufen, wie man will, auch abkürzen. Ziel ist, dass man von der grünen Umgebung und ihren Details Kenntnis hat. Etwa 240 Bänke lassen einen verschnaufen, es gibt 30 Bushaltestellen, 18 Spielplätze und 14 Gaststätten. Der beschriebene Weg soll auf alle Fälle auch ein Anreiz sein für bürgerschaftliches Engagement zur Mitgestaltung und Weiterentwicklung. Er soll auch dazu beitragen, den Grünflächenplan der Stadt Tübingen bekannt zu machen. So kann das Tübinger Wegenetz weiter ausgebaut werden.

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23.06.2015, 12:00 Uhr

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