Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Der Horror vor Halloween
Kein Spaß, wenn einem so einer in der Dunkelheit begegnet. Foto: afp
Grusel-Clowns

Der Horror vor Halloween

In Deutschland treiben immer mehr Grusel-Clowns ihr Unwesen. Die Fälle häuften sich am Wochenende, die Polizei ist alarmiert.

24.10.2016
  • PETER GÄRTNER mit dpa/afp

Berlin. Kurz vor Halloween häufen sich die gewalttätigen Übergriffe durch so genannte Horror-Clowns; auch am Wochenende gab es mehrere Vorfälle: Zwei als Clowns maskierte Personen haben in Berlin versucht, einen Mann auszurauben. Einer der Unbekannten hielt den 25-Jährigen von hinten fest und forderte Geld, während der andere den Mann mit einem Stock bedrohte. Dem Opfer gelang es, sich loszureißen, die Täter flohen.

Fälle in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern liefen nach einem ähnlichen Muster ab: Die Grusel-Clowns mit boshaft verzerrten Masken lauern in der Dunkelheit hinter Büschen oder Wartehäuschen und springen in dem Moment – in dem Passanten vorbeikommen - unvermittelt hervor. Sie sind zumeist mit Baseballschlägern, Messern oder Kettensägen bewaffnet.

In Bernau und Königs Wusterhausen sind Maskierte in der Dämmerung plötzlich aufgetaucht und haben zahlreiche Personen erschreckt. In Greifswald attackierte ein Unbekannter im gelben Ganzkörper-Kostüm mit einer Kettensäge einen Radfahrer; dessen Todesangst quittierte er mit einem krankhaft-lauten Lachen.

Nicht immer bleibt es beim bloßen Erschrecken: In Rostock wurde ein 19-Jähriger von einem Horror-Clown mit einer Holzkeule niedergeschlagen. Ein anderer versuchte dort, ein Paar mit Farbe zu besprühen. Ähnliche Vorfälle wurden in Aachen, Duisburg und Köln gemeldet. In einem Fall sprang ein Maskierter aus einem Gebüsch und erschreckte einen 21-jährigen Fahrradfahrer, der stürzte und musste ins Krankenhaus. In Duisburg schlug am Samstagabend ein Grusel-Clown vermutlich mit einem Baseballschläger aus Metall auf einen 30-jährigen Mann ein. Dieser hatte ihn zur Rede stellen wollen, nachdem der Clown Kinder erschreckt hatte.

In Sulz am Neckar (Kreis Rottweil) verfolgte in der Nacht zum Samstag ein etwa 1,90 Meter großer Mann im Clownskostüm einen 27-Jährigen. Besonders makaber ist ein Fall aus Sachsen-Anhalt: „Ihr werdet alle sterben“ stand auf einem Plakat, das ein Clown an einer Grundschule in Stendal in der Hand hielt.

Während in den meisten Fällen die Täter unerkannt entkommen konnten, stellten sich in Wuppertal ein 14-Jähriger und ein Elfjähriger nach einer Polizeifahndung. Die beiden waren aufgefallen, als sie in der Wuppertaler Innenstadt als Clowns verkleidet Passanten erschreckten.

Im unterfränkischen Aschaffenburg konnte die Polizei einen 21 Jahre alten Mann fassen, kurz nachdem er zwei junge Frauen in einer Grünanlage erschreckt hatte. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen Nötigung eingeleitet. Die Polizei warnt Nachahmer. Abhängig vom Gesundheitszustand seien die Folgen für die Erschreckten nicht absehbar. “

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

24.10.2016, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball