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Der Krieg des Charlie Wilson

Aufrüsten als Screwballkomödie – für Tom Hanks und Julia Roberts ein Kinderspiel.

Aufrüsten als Screwballkomödie – für Tom Hanks und Julia Roberts ein Kinderspiel.

Der Krieg des Charlie Wilson

© null 02:17 min

CHARLIE WILSON
USA

Regie: Mike Nichols
Mit: Tom Hanks, Julia Roberts, Philip Seymour Hoffman, Amy Adams, Ned Beatty

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

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Film bewerten

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23.11.2015
  • Dorothee Hermann

Diesen trockenen Humor hätte man Tom Hanks gar nicht zugetraut. In der Eingangsszene im Pool mit ein paar Party-Schönheiten ist das vielleicht noch nicht so offensichtlich. Hanks gibt den Kongress- Abgeordneten Charlie Wilson, selbstgefälliger Leit-Gockel seines präfeministisch organisierten Büros. Die geostrategische Bedeutung Afghanistans verklickert ihm ausgerechnet die stramm rechte Polit-Magnatin Joanne Herring (ungewohnt stählern: Julia Roberts).

Man befindet sich in den frühen 80er Jahren, der Kalte Krieg ist noch nicht ausgestanden. Dennoch hat die CIA ihre Afghanistan-Abteilung längst zum Abstellgleis für ein paar missliebige Mitarbeiter heruntergedimmt. Allein Joanne scheint zu ermessen, was es bedeuten würde, wenn Afghanistan an die dort bereits einmarschierte Sowjetunion fiele.

Einen nicht ganz der demokratischen Etikette entsprechenden Verbündeten hat sie schon: den brutalen pakistanischen Diktator Zia ul-Haq, der sich schon länger von den USA verarscht fühlt, weil sie ihm Kampfflugzeuge stets ohne Radar liefern. Bald macht auch Charlie Wilson seine Aufwartung in Islamabad. „Ich brauche keine Auslandsbesuche. Ich brauche Flugzeuge, Waffen und Geld“, hält Zia ul-Haq ihm selbstbewusst vor.

Als Charlie das Elend der afghanischen Flüchtlinge sieht, verspürt der smarte Leichtfuß zum ersten Mal in seinem Leben eine Art moralische Verpflichtung. Mit Hilfe von Joanne und des schon beinahe aus dem Geheimdienst gemobbten CIA-Manns Gust (der großartige Philip Seymour Hoffman aus „Capote“) mobilisiert Charlie die bizarrsten Unterstützer: Pakistan, Israel und Ägypten. Geld und Waffen für den afghanischen Widerstand beginnen zu fließen.

Reichlich grenzwertig ist nicht nur die Szene, in der, von einem sakralen Soundtrack quasi zusätzlich animiert, die Afghanen „endlich“ die ersten russischen Hubschrauber abschießen können. Beinahe schwelgerisch breitet Regisseur Mike Nichols („Die Reifeprüfung“) diese „Schmieren“-Elemente der Politik aus.

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23.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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01.03.2008

12:00 Uhr

tamtam schrieb:

Klasse.



28.02.2008

12:00 Uhr

shevad schrieb:

Intellektueller Witz, hervorragend aufgelegte Darsteller und eine bissige politische Moral. Grandioser Film!



15.02.2008

12:00 Uhr

Slins schrieb:

he lasse was solln die scheiße
du machst alle filme schlecht
außerdem kann der film doch was
slin



14.02.2008

12:00 Uhr

Tommy schrieb:

Eine sehr gelungene und überaus unterhaltsame Politsatiere. Sollte meiner Meinung nach fester Bestandteil der politischen Bildung, sowohl hier als auch jenseits des Atlantiks gehören.



10.02.2008

12:00 Uhr

lasse schrieb:

ich war gestern drin und des ist im ernst einer der langweiligstn film die ich je im kino gesehn hab... und des mein ich ernst



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