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Und weiter bröckelt der Beton am Dußlinger Tunnel: Im Frühling wird feste gedübelt

Der Lärmschutz-Wall wird erst im Frühjahr saniert

Gerade einmal zwölf Tage nach der offiziellen Eröffnung des B 27-Tunnels wurde im Juli eine Fahrspur gesperrt. Der Grund: Bröckelnde Lärmschutz-Wände. Zwei Gutachten später ist klar: Die Reparatur wird noch eine Weile dauern.

10.12.2014
  • Eike Freese

Seit bereits viereinhalb Monaten ist die B 27 Richtung Hechingen rund um den Dußlinger Tunnel nur noch auf einer Spur zu befahren. Im Juli dieses Jahres war erstmals der Putz der gerade neu installierten Lärmschutzwände auf die Fahrbahn gebröckelt und hatte Autofahrer gefährdet. Damals rechneten Bauleitung und die Hersteller-Firma mit einer Zeit von wenigen Wochen, bis neue Lärmschutzteile verbaut und die alten mit Dübeln gesichert werden können. Nun ist klar: Es wird noch eine Weile dauern, bis die wichtigste Nord-Süd-Achse des Landkreises wieder zweispurig befahrbar ist.

Gestern meldete das Regierungspräsidium Tübingen, das die Bauleitung verantwortet, dass hier über die kalten Herbst- und Wintermonate kein Fortschritt zu erwarten ist. Bei unter fünf Grad Celsius können die Sanierungsarbeiten nicht begonnen werden. Das RP rechnet damit, erst im Frühjahr 2015 die ersten Baumaßnahmen an der Lärmschutzwand in Angriff nehmen zu können.

Gutachterlich abgesegnet ist inzwischen die Haftungsfrage: Die Schäden an den Lärmschutz-Elementen, die aus aus Porenbeton bestehen, sind auf Herstellungsfehler im Werk der Spezialfirma mit Sitz in Schorndorf und Gütersloh zurückzuführen. Bereits kurz nach den ersten gesichteten Betonteilen auf der Fahrbahn im Juli war die Geschäftsführung nach Dußlingen gekommen, um den Regress zu gewährleisten und möglichst schnell für freie Fahrt zu sorgen. Davor stand allerdings ein Gutachten der Technischen Universität Dresden im August, das die Mittel und Wege für eine mögliche Instandsetzung der kaputten Lärmschutzelemente zu Ziel hatte. Im November haben die Dresdner geliefert – und weitere externe Gutachter, die vom Regierungspräsidium beauftragt wurden, haben das erste Gutachten geprüft. Seit Ende November kann der Lärmschutz-Hersteller nun damit beginnen, einen Sanierungsplan für die Tunnmelwände zu erstellen. Danach kann die Reparatur im Grunde sofort beginnen – sofern es kein allzu harter Winter wird.

Wie von RP-Experten bereits im Juli vorgeschlagen, werden dann die Lärmschluck-Schalen aus porösem Beton mit der Trägerplatte durch Klebe-Dübel fest verbunden. Das dazu notwendige Zweikomponenten-Material braucht die erwähnte Witterung über fünf Grad, um richtig abbinden zu können. Anderweitig, meldete gestern das RP, wäre die Haltbarkeit der Dübel nur von kurzer Dauer.

Der Lärmschutz-Wall wird erst im Frühjahr saniert
Der Hersteller haftet, der Beton nicht: Seit Monaten bröckelt der Lärmschutz am Dußlinger B27-Tunnel. Archivbild: Franke

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10.12.2014, 12:00 Uhr

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