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Erfolglos gesucht

Der Lustnauer Albverein hat sich aufgelöst

138 Mitglieder hatte die Lustnauer Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins zuletzt noch – doch keiner davon war bereit, den Vorsitz zu übernehmen. Darum hat sich der Verein jetzt aufgelöst.

26.09.2014
  • ST

Tübingen. Schon im Januar hatte Gretel Finkbeiner, die Vorsitzende der Lustnauer Ortsgruppe, bei der Hauptversammlung angekündigt, dass sie nicht mehr länger ihr Amt ausüben könne und man dringend einen Nachfolger suche. Doch gemeldet hat sich niemand. Weder für den Vorsitz noch für andere Ämter: „Wir hatten auch keinen zweiten Vorsitzenden mehr und keinen Schriftführer. Keinen Naturschutzwart und keinen Wegwart“, sagt Finkbeiner.

Seit 52 Jahren gibt es die Lustnauer Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins, „da sind immer starke und rührige Mitglieder dabei gewesen“, sagt Finkbeiner, die die Gruppe mitgegründet hat. Doch die Rührigen könnten sich nun altersbedingt nicht mehr und die Jüngeren nicht, weil sie alle in Beruf und Familie stark eingespannt seien.

Finkbeiners Mann Heinrich hatte die Ortsgruppe 30 Jahre lang geleitet, bevor er den Vorsitz aus gesundheitlichen Gründen abgab und zunächst Rüdiger Schnell für ihn einsprang. Zwei Jahre später, 2011, übernahm Gretel Finkbeiner den Vorsitz. Doch inzwischen ist ihr die Arbeit für den Verein zu viel geworden. „Wir haben vier Fahrten organisiert in diesem Jahr, da waren immer 40 bis 50 Leute dabei“, sagt sie. Das bedeutete viel Aufwand, den sie mit ihren Vorstandskollegen nicht mehr stemmen kann.

Eine Fusion mit einer anderen Ortsgruppe – wie es die Tübinger Albvereinsgruppe mit der Derendinger getan hat – kam für die Lustnauer nicht in Frage. „Der Ausschuss hat sich dagegen entschieden“, sagt Finkbeiner. Die Mitglieder können nun entscheiden, ob sie sich einer anderen Ortsgruppe anschließen, beim Hauptverein bleiben, der in Stuttgart angesiedelt ist, oder austreten. Zeit dafür haben sie noch bis Dienstag, 30. September.

Schon vor vier Jahren hat der Albverein Lustnau sein Vereinsheim, die Goldersbachklause im Tal zwischen Lustnau und Bebenhausen, aufgegeben und den Pachtvertrag mit der Stadt Tübingen nach fast 40 Jahren gekündigt. Schon damals fehlten der Ortsgruppe jüngere Mitglieder, die sich um die etwas anstrengenderen Arbeiten wie das Rasenmähen kümmerten.

Zu der außerordentlichen Mitgliederversammlung, die die Auflösung beschlossen hat, waren 37 Mitglieder gekommen. Bis auf zwei, die sich enthielten, stimmten alle zu.

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26.09.2014, 12:00 Uhr

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