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Auf die nächsten Zehn

Der Mini-Rock-Festival-Verein blickt auf seine Jubiläumsausgabe zurück

Seit 10 Jahren feiern Tausende junger Menschen in Horb auf dem Mini-Rock-Festival. Organisiert wird das Festival von 30 aktiven Organisatoren. In seiner Hauptversammlung zog der Verein Bilanz. Fazit: Die Weichen für das Mini-Rock-Festival 20XX sind gestellt.

30.12.2014
  • NC

Horb. Es sind zwei Minuten und zwei Sekunden, die das einfangen, was bei der Hauptversammlung der Mini-Rocker in den Gesichtern der Organisatoren stand. Zwei Minuten, die den Grund dafür liefern, als ehrenamtlich arbeitender Verein 360 000 Euro im Jahr umzusetzen. Der kleine Film über das 10. Mini-Rock-Festival, das Anfang August auf dem Horber Festplatz stattfand, zeigt in Zeitlupe, wie viel unbändige Freude Musik freisetzen kann. 5000 Menschen pro Tag kamen nach Horb, um diese Freude mit anderen zu teilen.

Mit dem Erfolg der Jubiläumsausgabe stehen die Chancen gut, dass das Mini-Rock-Festival auch in den kommenden Jahren in der heutigen Form realisierbar bleibt. Dementsprechend gelöst war die Stimmung bei der Hauptversammlung des Vereins im Marmorwerk am Sonntagabend.

Mini-Rock-Chef Julius Steiglechner zeigte, dass ein ganzes Jahr plus Kassenprüfer-Wahl in 17 Minuten passt – Sitzungsrekord. Für den Festival-Chef war die Veranstaltung 2014 die „entspannteste und professionellste“ Ausgabe bisher. „Das merkt man daran, wenn der Projektleiter beim Festival selbst manchmal nichts mehr zu tun hat, außer an einem Eis zu lecken“, erklärte Steiglechner mit breitem Lächeln im Gesicht.

Neben der Hauptveranstaltung stellte Steiglechner den Band-Wettbewerb „3 gigs for free“ und den Besuch der „European Festival Awards“ im Januar als Höhepunkte heraus. Weiterer wichtiger Schritt war ein Vetragsabschluss mit den Geländebesitzern der Campingflächen, der die Nutzung in den kommenden zwei Jahren sichert.

Reibungspunkte gab es dieses Jahr mit Gaststättenbetreiber Lucio Piano, der sich öffentlich über die Mini-Rocker beschwert hatte. Steiglechner hätte sich hier gefreut, wenn Piano früher den Dialog gesucht hätte.

Auch beim Ausblick auf die nächsten Jahre warnte Steiglechner, nicht in der „Wohlfühlatmosphäre“ zu verharren, sondern immer „dran zu bleiben, das Festival noch besser zu machen“. Vor allem beim Thema Nachwuchs müsse der Verein noch nachlegen.

Spenden an Feuerwehr, Marmorwerk, Drachenei und Arbeitskreis Asyl

Dass außer der Stimmung auch die Kasse stimmt, war dem Bericht des Kassier Tim Hierath zu entnehmen, der in seinem ersten Amtsjahr bereits positive Nachrichten vermelden durfte. Mehr als 4800 Tickets wurden verkauft. Der Campingplatz war mit knapp 4000 Campern und einigen Wohnmobilen stark frequentiert. Der Gesamtumsatz der Veranstaltung belief sich auf 360 000 Euro netto. Unterm Strich bleibt den Mini-Rockern ein Gewinn von etwa 25 000 Euro netto, abzüglich Steuern. „Damit konnte finanziell an das vorangegangene Jahr angeknüpft werden“, erklärte Hierath.

Seit mehreren Jahren geben die Organisatoren des Festivals etwas vom wirtschaftlichen Erfolg der Veranstaltung wieder zurück. Über Spenden dürfen sich dieses Jahr das Marmorwerk (700 Euro), die Freiwillige Feuerwehr Horb (500 Euro) und die Aktion Drachenei (300 Euro) freuen. Außerdem erhält der Arbeitskreis Asyl von den Mini-Rockern 500 Euro.

Der Moment des Jahres war für Julius Steiglechner am Samstagabend des Festivals. Vor dem Headliner SDP gingen die Mini-Rocker wie schon zehn Jahre zuvor auf die Bühne. Vor ihnen, die feiernden Massen. „In diesem Moment, wussten wir ganz genau, warum wir das auch die nächsten zehn Jahre machen wollen“, erklärte Steiglechner.

Der Mini-Rock-Festival-Verein blickt auf seine Jubiläumsausgabe zurück
Müde aber glücklich: Der Mini-Rock-Festival-Verein steckt derzeit wieder in den Planungen für die Ausgabe im Jahr 2015. Privatbild

  • Gesamtumsatz: 360.000 Euro
  • >Gewinn vor Steuern: ungefähr 25.000 Euro
  • >Verkauf von 90 Hektolitern Bier
  • >Bei der Veranstaltung 2014 wurden drei Kilometer Bauzaun mit 24 Tonnen Steinen aufgebaut
  • >800 Meter Gaffer-Tape wurden verbaucht
  • >16,5 Tonnen Restmüll fielen an
  • >3000 Kabelbinder wurden verbaut
  • >1700 Euro wurden über das Becherpfand an die Organisation Viva Con Aqua gespendet
  • >Die Webseite mini-rock-festival.de wurde 2014 etwa 130.000 Mal besucht
  • >Auf Facebook haben die Mini-Rocker 16.200 Fans

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30.12.2014, 12:00 Uhr

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