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23.11.2015

In den siebziger Jahren hat dieser Mann für eine Revolution gesorgt: John Shaft war der erste Superhero dunkler Hautfarbe im Hollywood-Kino; ein raffiniert ausgeklügelter Gegenentwurf zu WASP-Haudegen à la James Bond und dem immer edelmütigen schwarzen Toleranzbolzen Sidney Poitier. „Shaft? ? das war ein kulturhistorischer Meilenstein und zugleich ein toller Unterhaltungsfilm.

John Singeltons Remake des Klassikers reicht dem Original immerhin insofern das Wasser, als dass die Titelrolle ähnlich gut besetzt ist: „Pulp Fiction?-Star Samuel L. Jackson ist dem alten Richard Roundtree (der in einer Nebenrolle wieder mitspielt) in punkto Coolness und Sex-Appeal absolut ebenbürtig. Der Rest des Films ist allerdings bleierne Routine: War beim Ur-Shaft der Zorn auf die rassistische Wirklichkeit immer präsent, so muss sein vom bullenfeindlichen Privatdetektiv zum Mustercop gewendeter Nachfolger ohne besonderen Hintersinn den Action-Trampel machen.

Dass sein Kampf einem blasierten Yuppie-Rassisten (Christian Bale) gilt, scheint allein dem Zielgruppen-Kalkül geschuldet, wonach auch die Weißen mal was auf die Mütze kriegen müssen, um die Schwarzen im Kino bei der Stange zu halten. Quentin Tarantinos „Jackie Brown? war jedenfalls die um Klassen geistreichere Hommage an das Blaxploitation-Kino.

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Erstellt:
23. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
7. August 2009, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. August 2009, 12:00 Uhr

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