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Übrigens

Der Schneeballzangenball

Früher waren Schneebälle krumm und ähnelten oft nur entfernt einer Kugel. Sie wurden damals handgefertigt. Sie hatten eine eisige Kruste, weil sie zumeist eine Weile in der warmen Handschuhhand gedrückt und geformt wurden.

29.12.2014
  • Ulla Steuernagel

Manche Schneeballung hatte kein Talent zu einem Schneeball, der diesen Namen entfernt verdiente. Der Grundstoff erwies sich als mangelhaft und zu pulverig. Solche Pseudo-Bälle zerbröselten in den Händen. Andere hingegen waren so hart, dass die Gegner vor jeder Schlacht ihre Haftpflichtversicherung überprüfen mussten. Insgesamt war der Schneeball ein zu optimierendes Ding. Schon längst war seine Runderneuerung fällig.

Der Schneeballzangenball

Und nun ist es soweit. Moderne Schneeballschlachten gleichen neuerdings einer locker leichten Kissenschlacht. Die Kugeln sind nun luftig und fluffig und dennoch perfekt geformt. Der Eispanzer, der die Bälle nach altem Handwerk umhüllte, fehlt jetzt. Mit den neuen Zangenbällen kann man sogar auf Köpfe zielen. Außer einer eiskalten Dusche ist nichts zu befürchten.

Wie kam die Welt nur so lange ohne eine Schneeballzange aus? Seit einem Jahr liegt das Wunderding schon bereit, jetzt endlich bekam es Schnee zu fressen und überzeugte auf Anhieb.

Der Schneeballzangenball

Zangenbälle erfüllen nebenbei auch die Deutsche-Industrie-Norm (DIN). In Maß und Gewicht ähneln sie sich wie ein Tennisball dem anderen. Beim Zangenball sieht man gleich: Hier war ein Profi am Werk. Das Gerät trägt zu recht den Namen „Profi-Schneeballzange“. Ein professioneller Schneeball weist einen Durchschnitt von sieben Zentimetern auf. Die Zange selbst verfügt über eine Seitenlänge von 36 Zentimetern. Die Schneebälle sind leicht und ohne tiefes Bücken im Akkord herstellbar.

Schlachtgegner ohne ein solches Hilfsmittel sind gnadenlos im Nachteil. Man sollte also um des Gleichgewichts der Kräfte willen unbedingt zwei Schneeballzangen erwerben. Das verlängert jeden kalten Krieg. Eine Profi-Schneeballzange gibt es schon zum Vorzugspreis von 3,90 Euro. Bei der Schneefall-Frequenz der letzten Jahre ist das eine Investition fürs Leben.

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29.12.2014, 12:00 Uhr

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