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Göckele und Wimpel

Der Schwäbische Albverein feiert sein 125-jähriges Bestehen

Das 125. Jahr ihres Bestehens wird auch das letzte sein: Die Tübinger Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins fusioniert 2015 mit der Derendinger Ortsgruppe. Aber am Sonntag wird erst mal groß gefeiert.

17.07.2014
  • Angelika Brieschke

Tübingen. Keine Frage: Die Tübinger Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins hat bessere Zeiten gesehen. Zum Beispiel ganz zu ihrem Anfang im Jahr 1889: Die Tübinger Gruppe fand sich nämlich bereits ein Jahr nach der Gründung des Hauptvereins zusammen. Damit war sie eine der ersten Ortsgruppen (OG) des Schwäbischen Albvereins überhaupt, und ihre Mitgliederzahl stieg rasch an: Aus den anfangs 21 Mitglieder waren sechs Jahre später schon 440 geworden. Tübingen war damit 1895 die drittstärkste Ortsgruppe – nach Stuttgart und Ulm. Mit am meisten Mitglieder hatte Tübingen im Jahr 1936: Über 860 Wanderfreunde hatten sich der Ortsgruppe angeschlossen. In den 1970er Jahren sank das Interesse am organisierten Wandern. Vor allem die vormals recht hohe Zahl von Akademikern nahm rasch ab. Heute hat der Verein noch knapp 170 Mitglieder.

Die Anfangsgeschichte der Tübinger Ortsgruppe ist eng mit der Geschichte des Hauptvereins verknüpft. Das lag vor allem an Eugen Nägele, der sowohl den Hauptverein als auch die hiesige Ortsgruppe mitgründete. Nägele (1856 – 1937), Gymnasialprofessor in Tübingen, war von 1893 stellvertretender und ab 1925 Erster Vorsitzender der Ortsgruppe. Außerdem war er lange Jahre erster Schriftleiter der „Blätter des Schwäbischen Albvereins“. Der letzte Erste Vorsitzende der Tübinger Ortsgruppe ist Claus Schmidt, der den Verein seit 2002 leitet.

Die Geschäftsstelle der Ortsgruppe war bis 1904 in der Uhlandstraße, danach in der Gartenstraße. 1960 hat der Albverein in Eigenarbeit in der Schlachthausstraße die ehemalige Baracke des Bürger- und Verkehrsvereins vom Bahnhofsvorplatz wieder aufgestellt und als Vereinsheim ausgebaut. Das „Häusle“ erlebte 54 Jahre lang Vereins-Hauptversammlungen, Jubilarfeiern, Singkreistreffen, Volkstanz-Vorführungen und Vortragsabende. Ende des Jahres wird es wieder der Stadt Tübingen zurückgegeben. Das zukünftige Zuhause der Ortsgruppe ist nach der Fusion mit den Derendingern das „Höfle“ in der Sieben-Höfe-Straße.

Die Tübinger Ortsgruppe ist für 35 Kilometer Wanderwege zuständig, zwei Hauptwanderwege des Schwäbischen Albvereins queren das Gebiet. Der Vorsitzende Schmidt verspricht, dass auch „unter erschwerten Bedingungen versucht wird, den aktuellen Status von Wanderangeboten und Pflege der Wanderwege zu erhalten.“

Der Schwäbische Albverein feiert sein 125-jähriges Bestehen

Die 125-Jahr-Feier der Tübinger Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins am Sonntag, 20. Juli, soll ein großes, öffentliches Sommerfest werden. Dreißig Albvereins-Ortsgruppen und alle Tübinger Bürger sind eingeladen, mit zu feiern. Das Programm sieht folgendermaßen aus: Glückwünsche werden ausgesprochen – unter anderen wird Oberbürgermeister und Vereinsmitglied Boris Palmer eine Ansprache halten –, Wimpel werden verteilt und Fahrtenlieder gesungen. Die Feier beginnt morgens um 11 Uhr und wird rund ums Tübinger Vereinsheim „Häusle“ in der Schlachthausstraße 15 und in den Hallen von Omnibus Schnaith sein. Das Essen ist zünftig: Göckele, Schweinehals, Salat und Rote Wurst.

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17.07.2014, 12:00 Uhr

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