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Alle Enten gerettet

Der Sicherheitstag war ein Publikumsmagnet

Wie viele Menschen gestern beim 13. Reutlinger Sicherheitstag und dem verkaufsoffenen Sonntag in der Stadt waren, darüber gingen die Schätzungen auseinander. Veranstalter und Einzelhandel zogen aber eine durch und durch positive Bilanz.

15.10.2012
  • Fred Keicher

Reutlingen. Von 15 000 Besuchern aus der ganzen Region ging Adrian Möhrle aus, der stellvertretender Kommandant der Reutlinger Feuerwehr, die Hälfte des letzten Jahres. Edgar Lehmanns Zahlen sagten ihm anderes. Der Breuninger-Geschäftsführer hatte fast den selben Umsatz in den Kassen wie im Vorjahr: „Das müssen auch fast so viele Besucher gewesen sein.“

Hauptachse war wie immer der Marktplatz und die Wilhelmstraße. Schon bei der Nikolaikirche beim DRK-Stand wurden Enten gerettet und Fragen gestellt. Was ist das für ein Auto? Habt ihr noch Fahnen? Wann ist der nächste Erste-Hilfe-Kurs? Alles beantwortete Germar Walter geduldig. Der nächste Kurs ist übrigens nächsten Samstag, 8 Uhr.

Junge Frauen vom Technischen Hilfswerk THW verteilten Flyer. „Raus aus dem Alltag rein in das THW stand hinten auf ihrem T-Shirt. Bei einem blitzten sie ab: „Ich bin seit fünfzehn Jahren bei der Feuerwehr, und das bleibt auch die nächsten zwanzig Jahre so.“

Auf dem Marktplatz hatte die Feuerwehr schweres Gerät aufgefahren. Der Teleskopmast TM 42 mit seinen 400-PS-Motoren wird als Höhenretter eingesetzt. Seine Ausladung ist 19,50 Meter, wenn im Korb fünf Männer sitzen. Zur gemeinsamen Übung von Feuerwehr und Rotem Kreuz wurde ein ziemlich zertrümmerter Opel Corsa in die Marktplatzarena gebracht. Mit „geringer persönlicher Kraft auf gewaltiger hydraulischer Kraft“ (Möhrle) wurde ein Schwerverletzter aus dem Wagen geschnitten. Möhrle und Paul Mohl (DRK) erläuterten die einzelnen Schritte und warum im Hintergrund ein Feuerwehrmann mit dem Löschschlauch in Bereitschaft steht oder warum man die Rettungstraube vermeiden muss.

Am Rand steht Stadtkommandant Harald Hermann und spricht mit Walter Frei über die alten Zeiten. Frei war 41 Jahre bei der Feuerwehr, zuletzt Gruppenführer bei der Abteilung Innenstadt, bis er vor neun Jahren in den Ruhestand ging. Die beiden reden über einen Unfall bei Bempflingen im Jahr 1976, bei dem zum ersten Mal in der Region eine hydraulische Rettungsschere zum Einsatz kam. „Manche Sachen vergisst man nie“, sagt Frei.

Am und im Rathausteich bieten DLRG und Feuerwehrtauchergruppe Kindern und Vätern Geschick lichkeitspiele, auch Entenretten. 40 Prozent Frauenquote hat die DLRG-Rettungsstaffel, aber die DRK-Rettungshundestaffel etwa 70 Prozent, sagt Bärbel Kienle, die Leiterin. Die Hunde leben bei den Besitzerinnen. „Hunde sind Opportunisten. Sie retten Menschen, weil sie was dafür kriegen.“

Gegen Abend gab Paul Mohl die Parole aus: „Alle Enten gerettet, die Geschenke gehen aus.“ Die Hilfsorganisationen freuten sich über das starke Interesse an ihrer Arbeit. Auch Nachwuchs konnte gewonnen werden. Die neugegründete Kinderfeuerwehr in den Stadtteilen hat großen Zulauf, freut sich Hermann. Aus Wannweil muss er sogar einen abweisen. „Ihr wisst ja gar nicht, was das für ein guter Feuerwehrmann ist“, schimpft seine Oma.

Der Sicherheitstag war ein Publikumsmagnet
Mann und Hund am Seil des Teleskopmastes, freischwebend über dem Marktplatz..Bild: Haas

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15.10.2012, 12:00 Uhr

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