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Dortmund

Der Trainer darf wieder schwärmen

Nach dem 4:1 über Gladbach relativiert Tuchel seine Kritik aus der Vorwoche: „Es ist ein Traum, hier zu sein.“

05.12.2016
  • SID

Dortmund. Eine Liebeserklärung des Trainers, ein klarer Sieg – und bei Borussia Dortmund ist wieder alles gut. Thomas Tuchel betonte nach seiner harschen Kritik in der Vorwoche auffällig jene Emotionen, jene Wärme, deren Fehlen ihm zum Vorwurf gemacht worden war. „Es ist ein einziger Traum, alle drei Tage hier zu sein“, sagte Tuchel schon vor dem 4:1 (2:1) gegen Borussia Mönchengladbach schwärmerisch, „mit dieser Mannschaft, mit dieser gelben Farbe, in diesen Trikots Champions League zu coachen.“

Ist das Thema damit beendet? Fraglich. Es kann jederzeit wieder aufflammen, aber nach dem Borussen-Duell waren keine Hinweise auf Risse im Verhältnis zur Mannschaft zu finden – trotz Tuchels Hammerschlag-Rede nach dem 1:2 bei Eintracht Frankfurt. Ob der überragende Marco Reus, die Teamkollegen oder Tuchel selbst: alle gaben sich einig, dass der Trainer „jedes Recht“ habe, die Mannschaft zu kritisieren.

Doch Tuchel, so viel steht fest, wird sich nicht ändern. „Ich habe mitgenommen, dass es sich nicht lohnt, auf Reaktionen von außen sein eigenes Tun zu reflektieren“, sagte er im WDR2-Interview. Zudem stellte er klar: Die Entrüstung darüber, dass da ein Trainer auf seine Mannschaft einschlägt, sich selbst aber freihält, sei unangebracht. Denn: „Ich ärgere mich da grundsätzlich auch über mich selbst“, versicherte er.

Ob der BVB trotz oder gerade wegen Tuchels Wutrede wieder stärker spielte, lässt sich kaum ergründen. Jedenfalls ließ sich niemand hängen, besonders das Offensiv-Trio Marco Reus, Ousmane Dembélé und Pierre-Emerick Aubameyang, der nun 15 Tore in 13 Liga-Spielen erzielt hat, zauberte gegen teils wirre Gäste. Reus auf Dembélé, Reus auf Aubameyang (zweimal, einmal per Hacke) – es scheint, als habe Tuchel sein magisches Dreieck gefunden. sid

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05.12.2016, 06:00 Uhr

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