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Fahrbetrieb optimiert und Kapazitäten ausgeweitet

Der TüBus im Härtetest

Der Tübinger Stadtverkehr hat seine Kapazitäten ausgebaut, um mit der wachsenden Nachfrage, insbesondere mit dem Ansturm auf die Busse zum Berg-Klinikum, fertig zu werden. Unter anderem kauften sich die Stadtwerke jetzt für eine Million Euro drei neue Gelenkbusse.

21.12.2012
  • Sepp Wais

Tübingen. Im vergangenen Jahr chauffierte der von Thomas Pawlaczyk organisierte Stadtverkehr fast 19 Millionen Fahrgäste durch Tübingen. Wie viele es bis Ende dieses Jahres werden, ist noch nicht ausgemacht. Aber so viel ist klar: Es werden wieder mal mehr. Vor allem wegen des doppelten Abiturs- und Studienjahrgangs, der Tübingen im Wintersemester 2012/13 fast 28 000 Studenten beschert hat – und mit ihnen mehr Einpendler als jemals zuvor.

Mit Beginn des Semesters nahm der Andrang auf dem Europaplatz enorm zu. Die Folge laut Pawlaczyk: „deutliche Mängel im Hinblick auf die Bewältigung der großen Verkehrsnachfrage“. Unter anderem, so erklärte OB Boris Palmer gestern auf einer Pressekonferenz bei den Stadtwerken, führte das Gedränge an den Haltestellen dazu, dass viele Busse mit ihrem knappem Zeitbudget nicht mehr zurechtkamen.

Die meisten Verspätungen wurden auf der Strecke beklagt, wo mit Abstand am meisten Kundschaft unterwegs ist: auf den Linien vom Europaplatz zum Schnarrenberg und zur Morgenstelle. Dort war der Stadtverkehr in den Spitzenzeiten morgens von 7 bis 9 Uhr, nachmittags von 16 bis 17 Uhr sowie abends gegen 20 Uhr zum Ende und Beginn der letzten Vorlesungen des Tages mit seinen Kapazitäten oftmals am Ende.

Inzwischen, so versichert Pawlaczyk mit Verweis auf einen deutlichen Rückgang der Beschwerden, hat der Stadtverkehr diese Herausforderung gemeistert. Mit großen Anstrengungen zur Optimierung des Betriebs – beispielsweise mit Kapazitätsmanagern vor Ort. Die Stadtwerke schicken jetzt jeden Morgen ein bis zwei Mitarbeiter an den Busbahnhof, die dort laufend beobachten, wie viele Fahrgäste eintreffen und wie viele Busse zu deren Weitertransport nötig sind. Bei Bedarf können sie jederzeit Verstärkerbusse anfordern. Mit dieser Steuerung ist der Stadtverkehr jetzt auch in der Lage, kurzfristig auf Verspätungen der Bahn zu reagieren.

So werden in den Stoßzeiten bis zu zwölf Verstärkerfahrten pro Stunde angeboten. Damit verdichten sich die Taktzeiten der zum Klinikum fahrenden Busse von fünf auf zwei Minuten. Manchmal, wenn die Kapazitätsmanager auch noch einen bereitstehenden Springerbus dazurufen, startet alle 90 Sekunden ein TüBus zum Schnarrenberg. Für Palmer „ein enormer Fortschritt“ im Vergleich zu seiner Studienzeit, als am Bahnhof nur alle zehn Minuten ein Bus in den Tübinger Norden aufbrach.

Parallel dazu versucht man beim Stadtverkehr, mit Infotafeln möglichst viele Fahrgäste, die auf den Berg, aber nicht ins Klinikum wollen, auf weniger belastete Linien umzulenken. Zudem wurden die Tangential-Routen vom Westbahnhof und von Lustnau zum Klinikum verstärkt.

Und schließlich hat die den Stadtwerken gehörende TüBus GmbH jetzt auch noch drei neue Gelenkbusse mit je 150 Sitz- und Stehplätzen gekauft, um mit einem Schwung noch mehr Leute von hier nach dort fahren zu können. Mit den großen, 354 PS-starken Gespannen sollen drei kleinere Busse aufs Altenteil abgeschoben werden. Aber erst im Frühjahr. Bis dahin will TüBus-Chef Thorsten Müller alle einsatzfähigen Fahrzeuge behalten, um seine Fahrgäste pünktlich und komfortabel durch den Winter zu bringen.

Der TüBus im Härtetest

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21.12.2012, 12:00 Uhr

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