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Rockige Träume

Der Tübinger Underground im Bierkeller

Die vier Bands „The Snacks“, „Gutmensch“, „Bultaco“ und „Cyco Sanchez“ rockten am Freitagabend. Trotz Semesterferien kamen über 100 Punkrock-Fans zum Konzert.

21.09.2010
  • Diana Nägele

Tübingen. Als „eine Bande Musiker“ bezeichnet sich die Musiker-Verbindung „Tübinger Underground“. Vier Bands aus dieser Bande gaben am Freitagabend ein Konzert im Tübinger Bierkeller.

Den Anfang machten „The Snacks“. Mit englischen Liedtexten über den „alltäglichen Wahnsinn“, wie Schlagzeuger Hannibal den Inhalt der Lieder schildert, legten die vier Musiker im noch spärlich gefüllten Bierkeller los. Wie elektrifiziert griff Sänger Wo zum Mikrophon und rockte zur Rockmusik.

Die Lieder stammten alle aus der Feder der Band. Nur am Ende ihrer Bühnenshow spielten sie den gecoverten Song „Degenerated“ von „Reagan Youth“. „Für mich ist es das Größte, wenn ich vorne am Schlagzeug sitze und der Funke überspringt; wenn das Publikum in unserer Musik aufgeht – das ist ein tolles Gefühl“, sagte Hannibal. Obwohl Sänger Wo, Gitarrist Hannes, Bassist Steve und Schlagzeuger Hannibal erst seit einem Jahr zusammen Musik machen, ist beim Publikum spürbar, dass ihr Stil Ska-Punk mit häufig poppigen Elementen gut ankommt.

Die zweite Band „Gutmensch“ wurde schon 2007 gegründet. Die Liedtexte von Sänger Marc, Bassist Björn, Schlagzeuger Stephan und Gitarrist Cord sind alltagskritisch. „Wir machen uns Gedanken über die Zeit“, sagte Sänger Marc. Die Art und Weise, wie die über 100 Gäste ihre Hüften im Rhythmus schwangen und die Texte mitsangen, zeigte, dass „Gutmensch“ im Tübinger Underground schon längst kein Unbekannter mehr ist.

Einige Texte handeln von der Kirche und ihre Negativschlagzeilen. Mit dem Song „Papa Razzi“ machten sie deutlich, dass sie nicht mit dem Wirken von Papst Benedikt XVI einverstanden sind. „Wir glauben alle an Gott, nur finden wir, dass die Institutionen das Problem sind“, sagte Stephan. „Wir wollen die Welt verbessern“, antwortete Mark augenzwinkernd auf die Frage, was sie mit ihren Texten erreichen wollen. Zwischen die selbst geschriebenen Titel mischten sich gecoverte Songs von Avril Lavigne oder Selig, bei denen das Publikum lautstark mitgrölte.

Bassist Björn, Schlagzeuger Micha und Rod (Gitarre und Gesang) von „Bultaco“ gaben mit ihren stimmungsvollen instrumentalen Liedern dem Abend eine ganz andere Note. Songschreiber Rod hat sich dabei von unbewohnten und heruntergekommen Gebäuden inspirieren lassen. Die drei lassen ihre Träume und Gedanken in die Musik ein fließen. Der Titel „Man called nothing“ handelt von einem Mann, der durchs Weltall düst.

Die letzte Band am Freitagabend waren „Cyco Sanchez“. Ihre Texte, typische Jungstexte, wie sie selber den Inhalt beschreiben, handeln von Autos, Gewalt und Sex. Auch sie sind im Tübinger Underground längst bekannt und bildeten mit ihrer Rock‘n‘Roll-Musik einen krönenden Abschluss.

Der Tübinger Underground im Bierkeller
Björn, Marc, Cord (von links) und Stephan (Schlagzeug) von Gutmensch heizten dem Publikum richtig ein. Bild: Groebe

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21.09.2010, 12:00 Uhr

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