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Lieder zum Verweilen

Der Uhland-Liederweg nach Rottenburg ist eröffnet

Den Besuchern von Tübingen steht jetzt eine weitere Option offen, wie sie die literarische Vergangenheit des Städtchens entdecken können. Am Sonntag wurde der „Ludwig-Uhland-Liederweg“ eröffnet. Der Wanderweg führt vom Schloss Hohentübingen biszur Wurmlinger Kapelle.

05.10.2010
  • Antonia Kurz

Tübingen. „Ich denke, dass auch Ludwig Uhland mit dem Ergebnis zufrieden ist, sonst hätte er mir wohl ein Zeichen gegeben“, schloss Susanne Wahl ihre Ansprache bei der Eröffnung des Ludwig-Uhland-Liederwegs. Die Künstlerin hat die zehn Liedtafeln entworfen, die den Wanderweg säumen. Die Ober- und Unterkante sind wellenförmig gestaltet. Auf hellem Beige ist jeweils ein Gedicht Uhlands abgedruckt. Motive in Weinrot und Notenschlüssel schmücken dezent den Hintergrund. Jede Tafel wird von fünf silbernen Stäben gehalten, die zarte Töne von sich geben, wenn man sie in Schwingung versetzt. „Die Tafeln sollen zum Verweilen einladen“, wünscht sich die Künstlerin.

Rund 350 Wanderer versammelten sich am Sonntag im Innenhof des Schlosses Hohentübingen, um unter den ersten zu sein, die den Ludwig-Uhland-Weg ablaufen. Die Wanderroute ist etwa zehn Kilometer lang und führt vom Schloss bis zur Wurmlinger Kapelle. Die Idee, einen solchen Weg mit Liedtafeln zu gestalten, stammt von Irmgard Naumann, der Präsidentin des Chorverbands Ludwig Uhland, die damit vor allem an den Namensgeber des Chorverbandes erinnern und gleichzeitig die nach seinen Gedichten vertonten Lieder neu beleben möchte. Der Chorverband feierte vor kurzem sein 90-jähriges Bestehen.

Die Eröffnung des Weges wurde mit Liedern des Projektchores Tübingens unter der Leitung von Sibylle Brückel gefeiert. Irmgard Naumann dankte den Helfern aus dem Chorverband, die die Liedtafeln ehrenamtlich aufgestellt hatten. Die Kosten pro Liedertafel von je 1000 Euro wurden durch Spenden abgedeckt. Auch Regierungspräsident Hermann Stampfer war vor Ort und freute sich, dass der Ludwig-Uhland-Weg „wohl der einzig richtige Liederweg der Welt“ ist. Musik lasse Gemeinschaft entstehen, heute wie gestern, befand er zudem.

Tafel für Tafel wurde auf der Wanderung enthüllt. Der Ludwig-Uhland-Chor gab dabei die vertonten Texte der Tafeln wieder. Der Historiker und ehemalige Kulturamtsleiter Wilfried Setzler sprach über den Dichter. Auf der ersten Tafel zum Beispiel ist Uhlands Gedicht „Schäfers Sonntagslied“ gedruckt: „Der Himmel, nah und fern, Er ist so klar und feierlich, So ganz, als wollt er öffnen sich. Das ist der Tag des Herrn!“ Das wohl bekannteste Werk des Dichters ist „Droben stehet die Kapelle“, das auf der achten Liedertafel wiedergegeben ist. Uhland selbst war ein passionierter Wanderer und ist den Weg bis zur Wurmlinger Kapelle oft mit seinen Dichterfreunden gegangen. Das schön gestaltete Begleitheft zum Ludwig-Uhland-Weg ist beim Verkehrsamt Tübingen erhältlich. Es enthält neben den Liedtexten auch eine Karte und Informationen zu Rückfahrmöglichkeiten und Gaststätten.

Der Uhland-Liederweg nach Rottenburg ist eröffnet
Als den „wohl einzig richtigen Liederweg der Welt“ rühmte der Tübinger Regierungspräsident Hermann Strampfer (Bildmitte) den Ludwig-Uhland-Weg bei dessen feierlicher Eröffnung am Sonntag. Die Idee dazu stammt von Irmgard Naumann, der Präsidentin des Chorverbands Ludwig Uhland (Zweite von links).Bild: Metz

Der Uhland-Liederweg nach Rottenburg ist eröffnet
Schäfers Sonntagslied, Tafel Nummer 1 am Uhland-Wanderweg. Bild: Metz

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05.10.2010, 12:00 Uhr

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