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Knall auf Fall ins neue Jahr

Der Verkauf von Silvesterböllern hat begonnen

Am Mittwoch ist es wieder so weit: Das neue Jahr wird mit Chinaböllern und Goldregen begrüßt. In Drogerien, Super- und Baumärkten hat am Montag der Ansturm auf die Silvesterböller begonnen. Heiß begehrt sind die Feuerwerksbatterien.

29.12.2014
  • Charlotte Brunner & Miriam Steinrücken

Tübingen. Meistens sind es Vulkane und Batterien, die über die Ladentheke des Schreibwarenladens Scriptum im Nonnenhaus gehen. Soeben hat Rebecca Aberle schon wieder fünf Batterien verkauft. 25 Euro musste Thomas Wacker für das Stück zahlen. „Nicht so aufwendig sind sie und ungefährlich“, erklärt der Zahnarzt. Denn der Verbund verschiedener Feuerwerkskörper müsse nur einmal angezündet werden, um nach und nach abzubrennen. Aus sicherem Abstand könne man das Spektakel dann betrachten.

Batterien sind dieses Jahr der Hit

Ein besonderes Highlight bei Scriptum ist die Wunschrakete. Der Hobby-Pyrotechniker könne einen Wunsch auf einen Zettel an der Rakete notieren und in den Himmel senden, so Aberle. Die Riesenbatterie in der Drogerie Müller enthält 1840 Gramm Explosivmasse, kostet 129 Euro und lässt ihre Funken drei Minuten lang sprühen. Für den kleineren Geldbeutel werden die klassischen Mix-Pakete für 10 bis 20 Euro angeboten. Mit dabei sind Raketen, Chinaböller und Knallerbsen.

Diese sind vor allem bei Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren beliebt. „Bereits am ersten Verkaufstag waren nach drei Stunden alle ausverkauft“, staunt Verkaufsberater Mario Andraschko. Silvesterböller dürfen nur vom 29. bis zum 31. Dezember verkauft werden. Davor gilt ihr Gebrauch als Ruhestörung. Unentschlossene könnten eine erste Vorstellung des entzündeten Feuerkörpers mit Hilfe des eingescannten QR-Codes gewinnen, empfiehlt Mario Andraschko.

Die Söhne der Familie Jungmann wissen genau, was sie wollen: Laut soll es sein und ohne Schnickschnack. Chinaböller sind ihre Favoriten. „Die beiden übertreiben gerne“, mahnt ihr Vater. „Deshalb sind meine Frau und ich dabei, um sie zu bremsen.“ Ein bisschen zündeln würde ihm zwar auch Spaß machen, aber er gibt sein Geld lieber für andere Dinge aus.

Jeder Kunde gibt etwa 50 Euro aus

Die meisten seiner Kunden geben etwa 50 Euro für ihr privates Feuerwerk aus, verrät Dalibor Udovicic. Der Marktleiter von Toom setzt seit letztem Jahr ebenfalls auf die Verbundsbatterien. Für die jüngeren und jüngsten Kunden bietet er auch Feuerwirbel, Irrlichter und Knallteufel an. Das Tischfeuerwerk mit Konfettiregen und Luftschlangen ist bei vorsichtigen Eltern sehr beliebt. Insgesamt seien die Tübinger zurückhaltender als Kunden in anderen Toom-Filialen, bedauert Udovicic. Denn seit 2009 dürfen in der Altstadt keine Böller mehr gezündet werden. Diesem Verbot liegt ein folgenschwerer Brand in der Silvesternacht 2008/09 zugrunde.

Der Verkauf von Silvesterböllern hat begonnen
Die Feuerwerkskörper zur Begrüßung des neuen Jahres wollen sorgfältig ausgewählt sein. Bild: Sommer

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29.12.2014, 12:00 Uhr

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