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Radsport: Einer, der genau weiß, was er will

Der Wendelsheimer Sven Reutter sorgt international und national für Schlagzeilen

Der Wendelsheimer Sven Reutter und die Bundestrainer mussten sich vor dieser Saison zwischen Bahn und Straße entscheiden. Die Straße war wohl die richtige Entscheidung, denn der 17-Jährige fährt von Erfolg zu Erfolg. Zuletzt wurde er deutscher Vize-Meister im Zeitfahren.

16.07.2014
  • Bernhard Schmidt

Nyon/Luckau. Mit Sven Reutter geht’s stetig aufwärts: Der Fahrer der BDR-Nationalmannschaft startete vergangenes Wochenende bei den U 19-Europameisterschaften im schweizerischen Nyon im Einzelzeitfahren und schlug sich prächtig. Es siegte der deutsche Teamkollege Lennard Kämna, Reutter fuhr auf den 16. Platz.

Ein paar Tage später, am vergangenen Samstag behauptete sich der 17-Jährige in der nationalen Spitze. Im Einzelzeitfahren der deutschen U 19-Meisterschaft im thüringischen Luckau fuhr er auf Platz 2. Nach 25,6 Kilometer musste sich Reutter nur Europameister Lennard Kämna geschlagen geben. Der Brandenburger hatte im Ziel einen Vorsprung von 43 Sekunden auf den Wendelsheimer. Reutter benötigte für die hügelige Strecke gerade mal 33 Minuten, was einem Stundenmittel von 45,8 Kilometer entspricht.

Mit der Silbermedaille war Reutter mehr als zufrieden – nicht zuletzt, weil er sich damit in der Bundesliga-Gesamtwertung auf den dritten Platz vorgeschoben hat. Gleichzeitig hat der Wendelsheimer auch seine Chancen erhöht, vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) für die Straßen-Weltmeisterschaft im September in Spanien nominiert zu werden.

Seine derzeitige Top-Form stellte Reutter schon einen Tag später beim DM-Straßenrennen in Lukau unter Beweis. Beim ebenfalls zur Bundesliga-Serie zählenden Rennen über 118 Kilometer versuchte Reutter immer wieder, sich vom Feld abzusetzen. Doch nach den vielen Ausreißversuchen rollte das große Feld immer wieder zusammen. Und so kam es schließlich zum Massensprint. Reutter, weniger Sprinter denn Roller mit Steherqualitäten, musste sich im großen Feld mit dem 15. Platz zufriedengeben. Dank dieser Platzierung rückte der Wendelsheimer in der Bundesliga-Gesamtwertung hinter Spitzenreiter Kämna auf den zweiten Rang vor.

„Es freut mich riesig für Sven, er hat wieder einmal bewiesen, dass er ein Ausnahmetalent ist“, sagt Trainer Herbert Vollmer. Der hat einst den Achtjährigen zu den Wendelsheimer „Hummeln“ gebracht und unter seine Fittiche genommen. „Die Kleinen schauen zu ihm auf, er ist ihr Vorbild“, sagt Vollmer. Seit 2013 fährt Reutter im Kader des BDR, ist an den Olympiastützpunkt in Stuttgart gewechselt und wird im kommenden Jahr am Wirtemberg-Gymnasium das Abitur machen.

Reutter, im vergangenen Jahr noch Vierter bei der Bahn-WM in Glasgow im Zweier-Mannschaftsfahren, hat sich mit dieser Saison ganz auf die Straße konzentriert. „Da hat er einfach bessere Perspektiven“, sagt sein Trainer. Eine Zukunft als Profi hält Vollmer für durchaus realistisch: „Sven erfüllt alle Voraussetzungen: Er ist nicht nur ein prima Zeitfahrer, er kommt auch gut die Berge rauf. Er hat eine vorbildliche Einstellung und weiß genau, was er will.“

Der Wendelsheimer Sven Reutter sorgt international und national für Schlagzeilen
Windschnittig auf der Zeitfahr-Rennmaschine: Nachwuchsfahrer Sven Reutter, bei der DM in Luckau. Vereinsbild

Für einen weiteren Erfolg des RV Wendelsheim sorgte das kleine Team der Amateure beim Geislinger Omnium. Nachdem Jonas Tenbruck aufgrund seines Schlüsselbeinbruches, den er sich beim Rennen in Eichstetten durch einen Sturz zugezogen hatte, mehrere Wochen ausfällt, startete der Gomaringer Philipp Mair zusammen mit Florian Tenbruck und Martin Schwarz als Team. Das Rad-Omnium bestand aus drei verschiedenen Disziplinen: einem Kriterium, dem Punktefahren und dem abschließenden Ausscheidungsfahren. Die Platzierungen der Fahrer wurden nach allen drei Rennen addiert – Sieger war der Fahrer mit der niedrigsten Platzpunktzahl. Nach einer guten Vorstellung in allen drei Disziplinen setzte sich Florian Tenbruck durch und fügte seiner Erfolgsserie einen weiteren Sieg zu. Da auch Philipp Mair und Martin Schwarz eine gute Leistung zeigten und fleißig Punkte sammelten, gewann der RWV Wendelsheim auch die Teamwertung.

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16.07.2014, 12:00 Uhr

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