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Der Zuschlag fällt deutlich geringer aus
Axel Reimann, Präsident der Rentenversicherung. Foto: Bildarchiv DRV Bund/Chaperon
Rente

Der Zuschlag fällt deutlich geringer aus

Die Erhöhung Mitte nächsten Jahres fällt niedriger aus als in diesem Jahr. Dabei sind die Kassen besser gefüllt als erwartet.

11.11.2016
  • DIETER KELLER

Würzburg. Am 1. Juli 2017 dürften die Renten um 1,5 bis 2 Prozent steigen. Das ist die neueste Schätzung des Präsidenten der Deutschen Rentenversicherung Bund, Axel Reimann. Er korrgierte damit vor Journalisten Annahmen vor einigen Wochen nach unten, als er noch von 2,3 Prozent im Westen und 2,6 Prozent im Osten ausgegangen war. Doch die Löhne steigen in diesem Jahr wohl doch nicht ganz so stark wie erwartet. Endgültig festgelegt wird die jährliche Erhöhung erst im kommenden März, wenn das Statistische Bundesamt die offiziellen Zahlen über die Lohnentwicklung vorlegt.

Mitte dieses Jahres war die Rentenerhöhung mit 4,25 Prozent im Westen und 5,95 Prozent im Osten so hoch ausgefallen wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Doch das war hauptsächlich auf eine einmalige Korrektur der statistischen Berechnung zurückzuführen. In den nächsten Jahren dürften die Renten nicht so stark steigen wie die Löhne, weil die Zahl der Rentner schneller zunimmt als die der Arbeitnehmer. Dies wirkt sich nach der Rentenformel negativ aus.

Positive Entwicklung

Positiv entwickelt sich das Rentenniveau: Es dürfte 2017 im zweiten Jahr in Folge steigen, und zwar auf 48,2 Prozent. In diesem Jahr wird mit 48 Prozent gerechnet. Langfristig zeigt die Kurve deutlich abwärts: 2030 rechnet Reimann mit 44,5 Prozent. Gleichzeitig dürfte der Beitragssatz auf 21,8 Prozent steigen. Derzeit sind es 18,7 Prozent, und mit diesem Satz kommt die Rentenversicherung nach der neuesten Schätzung bis 2021 aus. Dann sind die Reserven aufgebraucht, und er muss schrittweise erhöht werden.

Die Rücklagen der Rentenversicherer schrumpfen nicht so schnell wie befürchtet: Ende 2016 dürften sie 32,2 Mrd. EUR betragen, was dem 1,6-Fachen einer Monatsausgabe entspricht. Ende 2015 waren es noch 1,8 Mrd. EUR mehr. In diesem Jahr sind die Ausgaben höher als die Einnahmen. In ihren langfristigen Rechnungen hatten die Rentenversicherer ein größeres Defizit erwartet. Doch steigende Beschäftigung und Löhne sorgen für mehr Beiträge. dik

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11.11.2016, 06:00 Uhr

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