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28.08.2010
  • dhe

Der Haarschnitt von Nick (Maxime Godart) sitzt so akkurat wie sein roter Strickpullunder. Laurent Tirards Verfilmung des weltweit beliebten Comics zitiert die Überkorrektheit der fünfziger und frühen sechziger Jahre, gegen die sich die harmlosen Streiche des Jungen und seiner Freunde erst richtig abheben.

Es ist die Zeit, in der ein Märchen einem Kind noch mächtig Angst einjagen konnte, und sämtliche Küchen-Einrichtungen in den Pastelltönen rosa, hellblau und mattgelb prangten. Die Farbgebung ist gegenüber dem Originaldesign etwas intensiviert. So zeigt sich die liebevolle Ausstattung des Nostalgie-Zitats bewusst.

Dem Geist der Bildergeschichte von René Goscinny („Asterix“) und Jean-Jacques Sempé dürfte diese Verfilmung ziemlich nahekommen. Kad Merad („Willkommen bei den Sch’tis“) gibt Nicks Vater, der sich – wie damals üblich – als Alleinverdiener in der Firmenhierarchie behaupten muss, während zuhause die Ehe- und Hausfrau ihre eigenen Karriereansprüche an ihn hat. Gleichzeitig ist sie eine liebevolle Mutter und will endlich selber Autofahren lernen.

An Nicks geheime Ängste kommt sie trotzdem nicht heran. Vielmehr wird es der stets ein wenig clowneske Vater sein, der durch die sporadische Verschlossenheit des Jungen dringt und am Ende sämtliche Familienkalamitäten wieder ins Lot rückt. Als Grundschullehrerin der reinen Jungenklasse grüßt Sandrine Kiberlain („Mademoiselle Chambon“).

Sie ahnt nicht, welche Gespenster das Märchen vom kleinen Däumling für Nick beschwört. Als er glaubt, seine Eltern erwarteten ein weiteres Baby, fürchtet er, ausgesetzt zu werden wie der Däumling. Was er unternimmt, um dieses grimmige Schicksal abzuwenden, beschert dem Streifen die kuriosen Volten (ab 0).dhe

Als würde das Fotoalbum aufgeklappt – die pastellige Welt der frühen 60er Jahre.

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28.08.2010, 12:00 Uhr

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