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Der feste Kern blieb hartnäckig

Der lang ersehnte Jugendraum in Reusten macht wieder auf

Weil Sponsoren rar waren, dauerte es mehr als zwei Jahre, bis der Jugendraum in Reusten – frisch hergerichtet – wieder aufmachen kann. Am Samstag ist es nun so weit.

14.09.2012
  • Mario Beisswenger

Reusten. „Irgendwann muss es mal laufen“, sagt Jacqueline Schorp. Sie ist Sprecherin der Gruppe, die sich schon seit gut zwei Jahren darum kümmert, dass der Jugendraum wieder öffnet. Zunächst sah es so aus, als ob der Treffpunkt – er ist im Gemeindegebäude an der Ammer, in dem auch die Feuerwehr ist – schnell wieder nutzbar wird. „Aber dann ist uns das Geld für den Umbau ausgegangen.“

Am Samstag ist nun aber „Wiederauferstehung“ des Jugendraums, kurz Jura. So verkündet es das Plakat zum Event. Die beiden örtlichen Banken, die baden-württembergische Jugendstiftung und die Firma Garten Beck sind als Sponsoren eingesprungen. 1000 Euro kamen von der Gemeinde. Eine Reihe von Firmen und Privatpersonen halfen beim Umbau. Alleinstellungsmerkmal des Raumes ist das Wandgemälde von Airbrush-Künstler Mike Weckenmann alias Dirty Mike.

Das Programm am kommenden Samstag, 15. September, ist bodenständig. Ab 18 Uhr gibt es Saitenwürstle mit Kartoffelsalat und Fassbier, von 20 bis 21 Uhr ist Happy-Hour. In Zukunft soll mindestens jeden ersten Samstag im Monat offen sein. Mehr wollen sich die sechs 17- bis 20-Jährigen vom Kernteam nicht aufladen. „Wir sind ja alle berufstätig“, erklärt Schorp. Ihr Bruder Dennis, Viktor Dollci, Bastian Marquardt, Tanja Schwarz und Sven Seeger gehören zum Team. „Auf diesen festen Kern kann man sich verlassen“, sagt Schorp.

Johannes Kraus, Jugendreferent der Gemeinde, freut sich, dass die Reustener Gruppe jetzt so weit ist. „Meine Strategie ist, auf Eigeninitiative zu warten.“ Als Jugendreferent sei es ja nicht seine Aufgabe, Jugendclubs zu leiten, sondern die selbstverwalteten Gruppen zu unterstützen. „Ich kann das Team so bestärken, dass sie nicht nach acht Wochen wieder zumachen.“ Außerdem will er ein Auge darauf haben, dass der Jugendraum nicht zum Cliquentreff wird.

Das hat Schorp auch nicht vor. Das Kernteam kennt sich zum Teil noch aus dem Kindergarten. Ansonsten, ist ihre Beobachtung, interessieren sich eher Jugendliche aus Altingen und Poltringen für den Raum. Es dürften gerne auch ein paar Reustener kommen, die gerne auch ein paar Jahre jünger sein dürfen. „Wir freuen uns, wenn die Jungen kommen.“ Die sollten den Jura dann irgendwann auch übernehmen.

Der lang ersehnte Jugendraum in Reusten macht wieder auf
Drei von den sechs Aktiven, die den Jugendraum in Reusten wieder zugänglich machen: Sven Seeger, Jacqueline und Dennis Schorp (von rechts).Bild: privat

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14.09.2012, 12:00 Uhr

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